de.gentoo-wiki.com: Auf dem Weg zum Neustart

Februar 8, 2010 von arlsair

Bevor das alte Gentoo Wiki verloren ging, waren zwei Mitstreiter und ich dabei, den englischen Teil massiv umzubauen. Die Einführung von Kategorien und Laptop-Vorlagen, Entschlacken von Vorlagen und alten Artikel und die Überarbeitung und Zusammenführung von Artikeln waren schon weit fortgeschritten, als der Zugriff auf die Datenbank nicht mehr möglich war.

Mit der Neu-Installation des Wikis war zwar die ganze Arbeit vergebens, aber die Erfahrungen wurden dennoch genutzt, um dem neuen Wiki mehr Struktur zu geben, damit es besser wartbar ist. Ich war nicht dabei, habe mich dann aber später entschieden, beim deutsche Wiki entsprechend mitzuhelfen. Und da dort die Bemühungen mittlerweile wieder eingeschlafen sind und ich Großes tun wollte, bin ich jetzt auch einer der Administratoren.

Nachdem ich etliche Artikel verschoben, kategorisiert, wikifiziert und überarbeitet, nachdem ich die Vorlagen und Projektseiten mit denen aus dem englischen Wiki abglichen habe und mehrere neue Artikel (vor allem über Hardware) geschrieben habe, habe ich heute einen großen Brocken aus meinem Projekt Kenntnisse fertig gestellt. Dieses Projekt soll dazu führen, dass Autoren die notwendigen Vorkenntnisse für einen Artikel nicht im Artikel selber beschreiben, sondern die Informationen in andere Artikel auslagern und auf diese verweisen. Dies erleichtert die Wartung der Artikel, bietet eine einheitliche Regelung für Vorkenntnisse und macht die Artikel kürzer (für denen, der die Vorkenntnisse hat). Ich bin dabei, häufige geforderte Vorkenntnisse zusammen zu stellen und der heute fertig gewordene Bereich Portage gehört zu diesen Grundkenntnissen. Als nächstes kommt der Bereich Kernel und dann bin fast fertig mit diesem Projekt und einen wichtigen Schritt weiter in meiner Todo-Liste.

Hinter all den Bemühungen steht, dem Wiki Struktur zu geben, so dass Änderungen an der Software schnell in die Dokumentation einfließen können und dass der Leser alle Informationen findet, aber keine doppelt lesen muss.

KDE 4.4 RC3

Februar 2, 2010 von arlsair

Ich konnte nicht noch eine Woche auf KDE 4.4 warten, deshalb habe ich mir gestern das "kde" Overlay über Layman gezogen, die package.unmask Datei aus dem Dokumenation-Ordner verlinkt und KDE 4.4 RC3 installiert. Die Gentoo KDE Jungs sind verdammt flink.

Bei der Installation gibt es keine größeren Probleme, außer das jetzt das Ebuild zu kde-l10n fehlt.

KDE 4.4 hat wieder so einiges zu bieten, allerdings interessiere ich nur für einen Bruchteil der neuen Funktionen. Dennoch hier eine kleine Pro/Contra List:

+ Blogilo: Endlich ein brauchbares Blog-Programm, dass auch entsprechend gewartet wird. Habe nämlich vor, wieder etwas mehr zu schreiben.

~ Fehlermeldungen beim Erststart: Da Akonadi nun Nepomuk benötigt und Kaddressbook nun Akonadi benötigt und ich Kontact ab Start laufen haben, hat es erstmal Fehlermeldungen gehagelt, weil Nepomuk nicht lief, nicht konfiguriert war und auch Akonadi nicht konfiguriert war. Des Weiteren wurden alte Kresourcen nach Akonadi Plugins migriert. Wenn man denn alles eingerichtet hat, läuft auch alles.

+ Nepomuk unterstützt nun das neue Virtuoso Backend, so dass man kein Java mehr braucht.

+ Kaddressbook wurde auf Akonadi portiert und komplett umgestaltet. So wurden auch ein paar schlecht gemachte Dialoge über den Haufen geworfen.

- Kaddressbook: Leider fehlen dem neuen Addressbuch so einige wichtige Funktionen: Kategorien, nur noch ein Feld für IM-Kontakte. Man kann jetzt auch den Lebenspartner angeben, allerdings nicht als Kontakt im Addressbuch.

- Ordner-Ansicht: Die Dateinamen werden nun mit einem weißen Leuchteffekt hinterlegt. Wirkt viel zu aufdringlich.

+ Ordner-Ansicht: Man kann nun wie bei Dolphin einzelne Dateien mit dem Plus-Symbol markieren. Allerdings ist das Plus-Symbol ein anderes als bei Dolphin und ist auch eher nicht gelungen.

+ Fensterleiste: Ein Programmstart wird in der Fensterleiste durch ein Laden-Symbol animiert. Gefällt mir.

+ Kwin: Kwin beherrscht die Windows 7 Snap Effekte (Fenster über den oberen Rand verschieben = maximieren; Fenster über einen seitlichen Rand verschieben = Skalieren auf halben Bildschirm)

- Systemeinstellungen: Wo ist der große Unterschied zwischen "Geräte-Aktionen" und dem neuen "Wechselmedien". Die hätte man doch zusammenfassen können.

- Systemeinstellungen: OpenDesktop Anmeldung wird nicht dauerhaft gespeichert.

+ Kwin / Plasma: Teilweise deutlich beschleunigte Animationen

~ Kauth: Könnte ich noch nicht finden. Wo ist das ?

Updates …

August 10, 2009 von arlsair

… und warum neu auch gut sein kann.

Ich habe es hinbekommen,  aqbanking und qbankmanager mit Qt4 zu kompilieren. Das Endprodukt weist zwar massig kleinere Fehler in GUI auf, macht aber funktionell, was es soll. Und damit hat sich das letzte Programm verabschiedet, welches Qt3 brauchte.

KDE 4.3 ist da. Es ist schöner, schneller, besser und unter den 10000 geschlossenen Bugreports ist auch einer, der mich persönlich wurmte. Fehler ade.

Ich arbeite mich gerade in Blender ein, um das Gehäuse für meinen ersten Wohnzimmer-PC selber zu konstruieren. Leider gab es einen Fehler im Intel-Grafiktreiber, wodurch einen Menüs mehr angezeigt wurden. Genau dieser Fehler wurde vor einer Woche behoben und wird in die nächste Mesa-Version einfliesen. Ich habe natürlich schon eine verbesserte Version am Laufen.

Schließlich bin ich beim dritten Anlauf, OpenOffice mit KDE4-Unterstützung zu bauen. Gefühlt hat er schon die bisherigen Fehlerstellen ohne Probleme abgearbeitet. Mit OpenOffice im KDE4 Look&Feel zu arbeiten, wird um einiges angenehmer sein. Ein komisch aussehendes Toolkit auf dem Desktop weniger.

Insgesamt eine gute Woche. Solche Updates mag ich.

Gelb ist das neue Rot …

September 25, 2008 von arlsair

… oder alles über Laptop und Design.

Um in den Worten heutiger Marketingstrategen zu sprechen, der Laptop ist wohl der PC 2.0. Aber abseits vom Beruf ist weniger die Mobilität für die Verkaufserfolge von Laptops verantwortlich, sondern es neben dem Handy und dem MP3-Player Einzug gehalten hat in die Riege der “Technik-Gadgets”. Das technische Pondon zur Sonnenbrille oder dem Gürtel, den “Accessoires” der Modewelt.

Und als solches muss es gut aussehen. Ja, das Aussehen der Geräte ist häufig sogar das Hauptmerkmal, um sich als Individuum von der Masse abzuheben (natürlich nur soweit, wie das bei einem Massenprodukt möglich ist).

Nun, hier gab es ganz natürliche Entwicklungen, wobei verbessertes Aussehen als Bonus mit abfiel. Und zwar trat mit dem Pentium-M trat (im Vergleich zum Pentium4) der Energiehaushalt bei Laptops in den Vordergrund. Laptops müssen mobil sein, deshalb muss der Akku lang genug halten, deshalb darf der Prozessor keine Energie verbrunzeln, deshalb werden weniger Kühlmassnahmen benötigt, deshalb kann der Laptop leichter und flacher gebaut werden. Beides macht es möglich und erstrebenswert, mit seinem Gadget im örtlichen Coffee-Shop vorbeizugucken, um dort seine Emails abzurufen.

Und was macht gutes Design aus ? Schlank ist schon mal ein Muss. Und ein blasses Schwarz ist eher nicht mehr aktuell. Dell konnte seine Verkäufe, neben günstigen Preisen, vor allem durch frei Farbwahl (wenn man mit “frei” 8 bestimmte Farben meint) und optionale Muster steigern. Seit der heiße Braut aus der Dell Werbung (http://www.youtube.com/watch?v=5jlaYqt7l4Y) will ich auch ein rotes XPS haben.

Auf der anderen Seite sind Geschmäcker auch sehr unterschiedlich und ein Design, dass einem heute gut gefällt, mag morgen seine Magie verbraucht haben. Daher hier meine “Pfui’s” bezüglich Design:
* Marken-Logos: Ein Hersteller, der heute “In” ist, kann morgen out sein. Und will man dann noch dafür Werbung laufen ?
* Muster: Diese verbrauchen IMHO sehr schnell ihre Attraktivität.
* Große Laptops: 17 Zoll wirken schon ziemlich unhandlich, häufig sogar plump. Schon 15.4 muss man schon ordentlich festhalten.
* Kleine Laptops: Die aktuelle aufgekommenen Netbooks mögen zwar eine Lücke füllen, jemanden bei der Bedienung des Winzlings zuzusehen, ist aber schon witzig und hat häufig auch nichts mit Produktivität zu tun.

Ich persönlich mag ein “technisches” Design. Etwas mit “Hier steckt Power drin und ich kann sie händeln” Ausstrahlung. Und das Non-Plus-Ultra ist natürlich das IBM Design. Schwarz, schlicht, kantig. Ein Klassiker in 13.3 oder 14.1 Zoll, einfach zeitlos. Will man das noch etwas pimpen, fällt meine Wahl auf Sticker. Ein KDE- oder das Distro-Logo zeigen, dass man für etwas steht und Verfechter des “Guten” ist.

P.S.: Mit dem Design kommt natürlich auch das Verlangen, das schicke Neue besitzen zu wollen. Ähnlich wie beim neunen Handy alle zwei Jahre wird sich wohl der Erneuerungszyklus bei Laptops verkürzen zu den 5 Jahre Zyklus bei PC.

P.P.S.: Ich frage mich schon seit einiger Zeit, wann das erste Laptop mit auswechselbarem Gehäuse erscheint. Damals noch, als man das beim Handy konnte, kauften liefen alle mit gepimpten Nokia und Siemens Handys herum.

KDE 4.1 und Gentoo …

September 25, 2008 von arlsair

… oder warum Gentoo alles richtig macht.

Es war einmal der 29. July 2008. Der Tag, an dem KDE 4.1 freigegeben wurde. Der Tag, an dem KDE 4.1 in einem Entwickler-Overlay für Kubuntu freigegeben wurde. Der Tag, an dem KDE 4.1 für Fedora 9 verfügbar wurde. Der Tag, an dem der BuildService für OpenSUSE ein KDE 4.1 herzauberte. Der Tag, an dem Gentoo entgültig versagte.

Nachdem Gentoo schon kurz vor der Auflösung stand (lediglich die offizielle Organisation im Hintergrund, mittlerweile alles wieder OK), nachdem es keine neuen Gentoo Release mehr gab (mittlerweile gibt es 2008.0), nachdem es Programm XY in seiner neuesten Version nicht im Portage Baum gab (mittlerweile bestimmt schon), ist doch jetzt das Fass mit KDE 4.1 übergelaufen. Schon KDE 4.0 – obwohl im Baum – war die ganze Zeit über fest maskiert; alle anderen Distros bieten es ganz normal an, teilweise sogar ausschließlich (KDE 4.0 ist nur eine Entwicklerversion und entsprechende Distros haben auch viel Schläge für ihre “Ich hab das Neueste”-Gier bekommen).

Und nun kein KDE 4.1. Es gibt zwar mittlerweile drei Overlays (kdesvn schon seit den Vorversionen von KDE 4.0), aber die benötigen irgendwelche komischen Paketmanager (kdesvn benötigt paludis, kde-testing benötigt >=portage-2.2_rc; weil es die Paketverwaltung vereinfacht; kde-portage ist mit dem alten Portage nutzbar). Außerdem mag ich keine Overlays (habe ich nie verstanden).

Ohne KDE 4.1 ist Gentoo am Ende. Wer will das dann noch (ausgenommen natürlich die GNOME, Xfce, Fluxbox etc. Nutzer und auch unsere KDE3 Nutzer; nicht alle wollen jetzt wechseln).

Und Schuld sind die Gentoo Entwickler: die arbeiten nicht (kürzlich hat das KDE Team viele seiner Entwickler verloren; außerdem sind das immer noch Freiwillige) und Entwickler interessieren sich eh nicht für uns User, Gentoo ist jetzt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft (weil sie KDE 4.1 in einem ultra geheimen Overlay entwickeln, bestimmt. P.S.: Was hast du heute schon für Gentoo getan?).

Sprich, es ist an der Zeit, eine neue Distro zu suchen (und damit auf den besten Paketmanager, aktuelle Kernelunterstützung, in weiten Teil aktuelle Software zu verzichten).

Wie man an den Kommentaren in Klammern sieht, ist es um Gentoo nicht so schlecht bestellt. Es fehlt bestimmt Manpower hier und dort, aber am Ende bleibt: mein Gentoo läuft schon seit Jahren. Gentoo hat halt seinen Status als Shooting-Star verloren (jetzt ist das Ubuntu), weshalb man jetzt nicht mehr über die Macken und Probleme hinwegsieht.

Wir haben einen Gewinner …

September 18, 2008 von arlsair

… oder warum es einen neuen Gentoo Nutzer gibt.

Pünktlich mit dem Erscheinen von KDE 4.1 haben ich auf den Rechner meiner Mutter Kubuntu 8.04 installiert und dann KDE 4.1 hinterhergeschoben. Die KDE 4.1 Pakete für 8.04 werden von einem Team aus Kubuntu Entwicklern bereitgestellt (PPAs, Overlays, Repositorien sind wohl die beste Innovation in der Paketverwaltung). Ging auch alles gut, allerdings ist der Zeitaufwand zur Installation  (ca. 1 Stunde) im Vergleich zum Konfigurieren und Anpassen wirklich zu vernachlässigen. Ich habe natürlich nur die offensichtlichten Dinge getan, so dass ich meiner Mutter in der Anfangszeit ständig ausfehlen musste, die Dinge nach ihrem Geschmack einzustellen.

Das größte Problem war die Schriftgröße. Von Anfang an, bemängelte sie, dass die Schrift zu klein sei. Also änderte ich die Schriftgröße in den Systemsettings. Dann sah so manches vielleicht etwas klobig aus (der Dejavu Schriftsatz sieht im Vergleich zu Arial bei größeren Schriften ziemlich fett aus; ich sollte wohl mal die Antialiasing Einstellungen checken), aber war sehr gut zu lesen. Bis auf Firefox. Da dies ein GTK-Programm ist, haben die KDE Einstellungen keinen Einfluss. Auftritt von gtk-engines-qt, welches aber auch so maches GUI-Widget im Browserfenster anpasst (so sind die Radio Buttons bei Google unterhalb des Eingabefelder grau auf weißem Hintergrund). Auch wollten die Firefox-Einstellungen zur Schriftgröße zuerst nicht so, wie ich wollte (später habe ich es dann hinbekommen). Deshalb habe ich meiner Mutter dann den Konqueror als Browser untergejubelt. Was sie ziemlich verwirrte, da sie nicht weiß, was ein Browser ist. Sie kennt nur das Internet. Schließlich war der korrekt eingestellte Firefox nicht zu gebrauchen, da das aufwendige Layout z.B. bei Reisebuchungsseiten wenig tolerant sind bezüglich der Schriftgröße. Der Text wird dann einfach abgeschnitten, verdeckt andere Elemente oder zerreist einfach das Layout, so dass wir die Schriftgröße wieder etwas herunterdrehen mussten (beim Firefox sieht es dann noch erträglicher aus, als beim Konqueror).

Übrigens war meine Mutter der Meinung, dass die Schrift bei Windows größer sei, weshalb die ganze Schriftproblematik zu Lasten von Linux ging. Als wir später dann mal das weiterhin parallel installiert Windows starteten, stellte sie fest, dass dem natürlich nicht so war.

Den Schlußpunkt setzte dann der nichtfunktionierende Drucker. Ich hatte bewusst den alten Lexmark GDI-Drucker (kein Treiber) durch einen HP LaserJet (diverse Treiber) ersetzt, allerdings sorgte ein Fehler in QT 4.4.0 dafür, dass keine QT / KDE Anwendung drucken konnte. Ein Update auf QT 4.4.1 behob bei mir (Gentoo) das Problem, aber auf der Kubuntu Seite tat sich nichts (ich habe allerdings auch nicht die Entwickler auf ein Update drauf angesprochen).

Da ich von Gentoo wusste, dass es das Problem behebt, und da ich auch von der Performance unter Kubuntu nicht so begeistert war (wie zu erwarten, hat ist Gentoo nicht allzu schneller; ein Sempron 2800 ist eben nicht mein Core2 Duo T7300), habe ich damit begonnen Gentoo zu installieren. Im Vergleich zu der 1 Stunde Installationszeit von Kubuntu war die Installationszeit von Gentoo mit mehren Tagen eine Ewigkeit (natürlich lief die Installation nur nebenbei und hat nur einen Bruchteil davon an meiner Zeit verbraucht). Neben dem Drucken ist es unter Gentoo auch einfacher, die ISDN Karte zum Laufen zu bringen.

Abschließend gibt es noch Probleme mit Windows Spielen. Meine Mutter versucht sich gerade an Bridge, wofür ich bisher noch kein Linux Spiel gefunden habe. Also muss Wine herhalten. Das eine Spiel lässt sich nicht installieren, aber spielen (ich brauchte nur die Daten von Windows zu kopieren). Allerdings werden Sonderzeichen (wie die Symbole für Kreuz, Herz etc.) nicht korrekt angezeigt. Das zeite Spiel lässt sich leider auch nicht installieren, so dass meine Mutter dafür Windows starten muss.

Insgesamt ist der Umstieg nicht besonders glatt verlaufen. Viele Kleinigkeiten verhageln die ansonsten – im Vergleich zu Windows – gute Benutzerfreundlichkeit. Allerdings gibt es auch ein paar Sonnenseiten: Kontact kommt gut an und meine Mutter hat damit begonnen, ihr Addressbuch zu aktualisieren und nutzt nun auch Funktionen wie Geburtstagserinnerungen.

Fazit: Meine Mutter bleibt bei Linux, allerdings kommt sie im Prinzip mit Linux ebenso wenig zurecht wie mit Windows, weil sie Bedienkonzepte im Allgemeinen nicht verstanden hat. Nur die Handvoll Programme, die sie nutzt, kann sie bedienen. Und die auch nur zum Teil. Alles andere muss ich ihr zeigen (häufig immer wieder) und die Administration ist eh meine Sache (hier hat Linux für mich allerdings Pluspunkte zu bieten).

Screensaver 2.0 …

August 21, 2008 von arlsair

… oder warum Plasma rockt.

Im Zuge von Google’s Summer of Code wird die Einbindung von Plasmoids in Screensaver unterstützt. Wow, dann kann ich mir jetzt die Mondphasen oder den Inhalt eines Ordners angucken !! Hört sich scheiße an und ist es auch.

Aber jetzt habe ich im aktuellen Commit-Digest von einem neuen Plasmoid gelesen, was die ganze Idee extrem aufwertet: das “Leave Message” Plasmoid. Damit kann man jedemand, der bei dir im Büro vorbeitkommt, während du nicht da bist, eine Nachricht hinterlassen. “Post It” ade!

Kommen wird dies wahrscheinlich mit KDE 4.2.

Alles einsteigen …

Juni 27, 2008 von arlsair

… oder wie sich (K)ubuntu als “die” Einstiegsdistro schlägt.

Nach Fedora 9 war diesmal Kubuntu 8.04 KDE4 remix an der Reihe. Und damit komme wir gleich zur Sache:
* Schlecht: Die Sprachauswahl in Grub bei der KDE4 Remix CD war irgendwie fehlerhaft. Das meiste blieb auf Englisch. Später habe ich nochmal die Ubuntu LiveCD genutzt und da hat es funktioniert.
* Schlecht: Kubuntu hat ein paar Erweiterungen zur Systemverwaltung für Systemsettings geschrieben. Leider gab es diesen bei KDE4 Remix nicht mehr.
* Gut: Alle KDE-Programme sind einzelne Pakete, so dass man nicht benötigte auch entfernen kann.
* Gut: Die Paketverwaltung via Adept gefällt mir im Prinzip, auch wenn dann doch wieder zuviele Optionen zur Auswahl stehen. Da könnte man so manche Suchoption erstmal verstecken.
* Gut: KNetworkmanager wird verwendet, da noch der alte Networkmanager 0.6.5 verwendet wird. Man hat zwar weniger Funktionen (die ich eh nicht brauche), aber dafür hat man nicht so einen Gnome-Fremdkörper.

Kubuntu selber hat nur wenige Entwickler, dafür eine gut funktionierende Community. Und wiki.ubuntuusers.de ist ein geniales Wiki. Es ist sehr gut gemacht, dass die Artikel am Anfang immer die Ubuntu Version anzeigen und auch benötigte Fertigkeiten aufzählen.

P.S.: Obwohl meine Mutter schon angedeutet hat, dass sie auch jetzt schon auf Linux umsteigen kann, werde ich noch das Release von KDE 4.1 abwarten. So braucht sie sich nur einmal an eine geänderte Benutzeroberfläche zu gewöhnen.

Next: OpenSUSE 11

My lucky day: reloaded …

Juni 15, 2008 von arlsair

… oder warum Open Source rockt.

Wie eingangs schon beschrieben, will ich den TV-Out an der Docking-Station von meinem Dell Latitude D630 nutzen. Bei meiner Suche bin ich auf den Bug 14000 gestoßen, wo andere User mit einem GM965 Chipsatz das gleiche Problem hatten. Leider hat sich von Entwicklerseite nicht viel getan, so dass der Bug lange offen blieb.

Aber – Open Source sei Dank – waren ein paar fähige User dabei, die schlußendlich das Problem selber gelöst haben. Seit xf86-video-intel-2.3.1 ist dieser Bug Geschichte und mein TV-Out läuft nun “out of the box”. Na ja, fast, ich musste Xorg noch mitteilen, dass mein Fernseher PAL bevorzugt beherrscht (siehe Gentoo Wiki).

Rote Hüte für den Sommer …

Mai 21, 2008 von arlsair

… oder eine kleine Review über Fedora 9.

Im Sommer geht meine Mutter in den Ruhestand.  Da sie immer noch wenig Ahnung von Computern hat und erst recht mit der Sicherheitsproblematik, ist die Wartung des Computers meine Aufgabe. Und da sie im Ruhestand keine Spezialsoftware mehr benötigt, wird sie ein Linux verpasst bekommen, was meines Achtens ihr auch in Sachen Benutzerfreundlichkeit entgegen kommt. Außerdem kann ich so den Rechner besser übers Internet warten.

Also habe ich mir mal Fedora 9 als KDE Spin angeguckt, da mir die Aktualität (aktueller Kernel, verbesserter X-Server) sehr zusagt. Hier ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind:

LiveCD:

  • Schlecht: Die Schrift war verstümmelt (oben und unten etwas abgeschnitten)

Installation:

  • Schlecht: Bei der Installation konnte man die Sprache nicht auswählen, sondern konnte sie erst im nachhinein installieren.
  • Gut/Schlecht: Fedora hat in den 2.6.25er Kernel WLan-Erweiterungen aus dem kommenden 2.6.26er Kernel einfließen lassen. Unter anderem wird nun die LED bei Intel-Chipsätzen genutzt. Allerdings zeigt sie die Aktivität durch Blinken an, was echt nervt. Mir würde es reichen, wenn sie an geht, wenn man man mit einem Netz verbunden ist.
  • Gut: Man kann die Plasmoids in der Fensterleiste verschieben. Das kann ich selbst in meinem aktuell gehaltenen KDE 4.1 SVN nicht.
  • Schlecht: Manche Programme im Startmenü haben kein Symbol. Dies kommt zum Teil daher, dass es selbst Upstream keine Symbole gibt, aber eine Distribution sollte hier dann Eigeninitiative zeigen.
  • Gut/Schlecht: Auch im KDE Spin werden standardmäßig GTK/Gnome Programme eingesetzt, wo es noch kein KDE-Frontend gibt. So z.B. PackageKit und das Gnome-Frontend zum NetworkManager 0.7 . Das finde ich eigentlich gut (bevor man gar nichts hat), allerdings merkt man schon, dass es Fremdkörper sind (Gnome gefällt mir nicht). Die Zeit wird es bringen (zumindestens für den NetworkManager 0.7 gibt es eine Integration in Solid bei KDE 4.1)
  • Gut/Schlecht: Mir gefällt die Idee von PackageKit, ein einheitliches Frontend für alle Distributionen zu haben, wenn auch im Moment nur für Gnome. Allerdings werden mir zu wenig Informationen angezeigt. Ein “Details” Knopf wäre schon toll.

Insgesamt schon ordentlich gemacht, allerdings bin ich von Gentoo total verwöhnt (auch wenn es etwas mehr Arbeit benötigt). Da aber Gentoo keine Option für meine Mutter ist, werde ich wohl noch mal Kubuntu und OpenSuse ausprobieren.