Archiv für September 2006

Bei KDE …

September 26, 2006

… ist alles modular, oder was ? Ja, ist es.

Z.B. hat Stephan Kulow von SUSE ein neues Startmenü namens kickoff kreiert. Nach der Vorarbeit in Sachen Benutzerfreundlichkeit, die SUSE schon für GNOME geleistet hat (zu sehen im SUSE Linux Enterprise Desktop), lag es auch nahe, dies auch für KDE zu tun (zumal SUSE früher/“in der vor Novell Zeit“ mal eine KDE Domäne war). Nun, kickoff werden wir vor dem Release von openSUSE 10.2 nicht zu sehen bekommen und auch dann wird es wohl etwas Zeit brauchen, bis es auch mit den anderen Distributionen fehlerfrei funktioniert.

Zum Glück bin ich dann heute über kbfx gestolpert. kbfx ist auch ein verbessertes Startmenü mit einem stylischen Design. Ich bevorzuge immer noch kickoff, da es eine Desktop Suche (im Moment Beagle) integriert, aber für den Anfang nicht schlecht. Und das Beste ist, dass man das Startmenü bei KDE einfach austauschen kann. Einfach installieren und wechseln. Fertig. Wie gesagt, KDE ist modular.

Ich krieg Plack …

September 18, 2006

… oder warum ist Microsoft nur so doof ?

Windows XP war für seine Zeit ein gutes OS und auch Windows Vista wird viele der Stärken (wie z.B. Hardware-Unterstützung usw.) weiter ausbauen.

Und auch gerade im Bereich der Benutzerfreundlichkeit hat Microsoft viel getan. Die komplett geänderte Benutzerführung von MS Office oder Outlook 2007 zeigen dies deutlich. Obwohl dies eine der Grundfeste von Microsoft’s Erfolg angreift (die meisten Nutzer wollen nicht Sachen neu lernen), muss Microsoft hier nachlegen, denn MacOS X ist momentan Stand der Dinge in Sachen Benutzerfreundlichkeit (und zusammen mit der stylischen Hardware ist dies ein attraktives Angebot). Selbst Gnome oder KDE unter Linux bieten eine bessere Benutzerführung als Windows XP und KDE4 wird wohl an MacOS X heranreichen.

Nun, Microsoft hat nach 6 Jahren Windows XP den Trend der Zeit erfasst und – wie gesagt – Windows Vista wird kommen. Nur hätten sie sich anscheinend bei manchen Sachen etwas mehr Zeit nehmen sollen.

Gesehen habe ich es auf Paul Thurrott’s SuperSite for Windows. Dort sind zwei Screenshots zu sehen. Den ersten ist man gewohnt, er stammt aus Windows XP. Der zweite ist die Zukunft, er stammt aus Windows Vista RC1.

Und was hier überhaupt nicht passt, ist der „Zurück“ Knopf. Diesen findet man nun neuerdings im Internet-Explorer Stil oben links in der Ecke. Das er nach links geruscht ist, kann man noch verstehen, als dass man ihn absetzen wollte. Aber wieso nach links oben ? Und wieso im Internet-Explorer Stil ? Und – das habe ich noch nicht erwähnt – wieso wird in manchen Dialogen doch wieder die alte Benutzerführung verwendet.

Man sieht an den Änderungen, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat, aber damit müssen wird jetzt die nächsten 3-4 Jahre bis zum nächsten Windows überbrücken.

Nun, so etwas passiert auch Gnome / KDE / sogar MacOS X, aber hier kann man doch die Hoffnung hegen, dass solche Fehler im nächsten Release schon nach 3 Monaten behoben sind.

Desktop Effects …

September 13, 2006

… und, wer brauchst sie ?

Novell hat die Bezeichnung „Desktop Effects“ eingeführt, für all die tollen Sachen die durch XGL/AIGLX + Compiz möglich sind. Damit ist die Nutzung von OpenGL möglich und damit sogenannte 3D-Effekte. Soll heißen, „wobbeln“, 3D-Cube, Transparenz, Faden und so weiter.

Nun, nachdem letztens die Nvidia Treiber nun endlich kompatibel mit Xorg 7.1 waren, habe ich mich mal über den letzten Stand der Dinge bei AIGLX informiert. AIGLX (von RedHat entwickelt) ist in Xorg 7.1 integriert worden und ist – zusammen mit Compiz – die zukünftige Technologie hinter den Desktop Effects. Obwohl ATI und Nvidia beteuern, dass sie AIGLX unbedingt unterstützen wollen und sogar bei der Entwicklung von AIGLX auf sie eingegangen wurde, wird es natürlich noch nicht unterstützt. Auch Nvidia`s neuerster Treiber macht da keinen Unterschied (die Feature-Liste war anscheinend schon voll, siehe meinen letzten Post).

Aber es gibt ja zum Glück noch XGL (von Novell entwickelt). Dies ist nicht die Zukunft, da es nur ein schlechter Hack um Xorg ist (es wird in X ein zweiter X-Server gestartet), funktioniert dafür aber schon mit recht vielen Grafikkarten. Sicher, es gibt auch hier keine hardwarebeschleunigende Unterstützung durch ATI oder Nvidia, aber das lässt sich ein softwarebeschleunigendes Mesa ausgleichen.

Also schnell mal ins Gentoo-Wiki. Dort die Anleitung befolgen (was erstaunlich einfach war, zum Teil auch Dank der neugeschaffenen Overlays, die über layman einfach zu erreichen sind), einen Fehler ausgemerzt (ich musste von 16Bit auf 24Bit Farbtiefe umstellen, was eh nicht schlecht ist) und dann lief es. Sogar ziemlich gut ala stabil und schnell.

Ich hatte mich schon, als XGL als erste Ultra-alpha Version herauskam, dafür interessiert und es auch ausprobiert. Damals lief es allerdings noch nicht. Aber schon damals habe ich gesehen, welche Features / Effekte interessant sind (Faden, Programm-Übersicht (Alt-Tab) und 3D-Cube) und welche nicht (wobbeln, Transparenz). Und in der Tat flog das Wobbeln schon am ersten Tag heraus (es nervt wirklich, wenn selbst PopUps wobbelnd auf den Desktop kommen) und die Transparenz habe ich eh nicht genutzt. Am zweiten Tag hatte ich mich am Cube satt gesehen und nachdem automatisch zwei OpenOffice-Fenster, das Firefox-Fenster und Gimp auf alle vier Desktop verteilt wurden und er dann jedesmal animiert beim Programmwechsel den Desktop gewechselt hat, war der Cube nicht mehr nett, sondern unproduktiv. Also flog er auch.

Blieben also noch das Faden und der Alt-Tab Ersatz. Dies sind nette Effekte, die die Usability vor allem für unerfahrene Nutzer (mein Mutter würde es lieben) erhöhen. Ich bin erfahren genug, um zu wissen, dass ein minimiertes Fenster in der Taskleiste ablegt wird (meine Mutter weiß es nicht. Sie arbeitet daher nur mit einem Programm zu einer Zeit). Und da ich für Compiz den gnome-window-decorator nutzen musste (ich ersehne mir KDE4 immer mehr), der z.B. zwei Konsolen-Fenster nicht wie bei KDE über den Desktop verteilt, so dass man möglichst viel von beiden Fenstern sieht, sondern sie übereinander gruppiert, war das Abenteuer Deskop Effects schon nach drei Tagen zu Ende.

Fazit: Die Desktop Effects sind im Kommen und da ist auch gut so, da es doch ein paar produktive und benutzerfreundliche Features gibt (außerdem will man ja MacOS und Windows Vista in Nichts nachstehen), aber ich warte lieber auf KDE4. Vielleicht löst dann Nvidia sein Versprechen auf ein und unterstützt AIGLX. Vielleicht.

Danke Nvidia …

September 11, 2006

…, dass ihr es endlich geschafft habt.

Am 24. August war es endlich so weit. Nvidia hat den aktuellen Treiber in der Version 1.0-8774 herausgebracht. Und nach einer knapp halbjährigen Entwicklungszeeit haben sie richtig viele  Features nachgerüstet. Der neue Treiber unterstützt nun Xorg 7.1. Wars das, Bob ? Nein natürlich nicht, Marcie. Der Treiber kompiliert nun auch mit aktuellen Kerneln!

Also im Klartext: Es hat ewig gedauert und es gerade mal die Minimallösung dabei herausgekommen. Und das wahrscheinlich auch nur, weil ordentlich Stunk gemacht wurde (zumindestens was die OpenSource Community leisten kann) und sowohl Intel (bieten sogar echte OpenSource Treiber) als auch ATI (hat auch ewig gedauert) die Unterstützung von Xorg 7.1 und aktuellen Kerneln gebracht haben. Wahrscheinlich hat sich da einer mal für eine Woche hingesetzt, nachdem ATI ihren Treiber brachten.

Für Windows Vista bietet Nvidia schon seit (geschätzt) einem Jahr Treiber an. Und das ist ein komplett neuer Treiber. Bei Xorg 7.1 mussten sie nur einen vergleichsweise kleinen Schritt machen und den ersten Release Candidate gibt es nun schon seit einem 3/4 Jahr.
Ich verstehe nicht, wie man so ignorant sein kann. Entweder man unterstützt eine Plattform nicht (und hat keine Probleme) oder man unterstützt sie richtig (zumindestens ausreichend gut). So wie es jetzt ist, leidet doch nur das Image von Nvidia.

Und dabei ist es auch finanziell nicht der Aufwand. Ein Programmierer kostet (mal angenommen) 50.000 € im Jahr und eine Grafikkarte (im Mittel) 200 €, wovon ca. 100 € die Herstellungskosten sind. Dann muss Nvidia im Jahr gerade mal 500 Karten in der Linux-Gemeinde verkaufen, um die Kosten für den Programmierer wieder hereinzuholen. Und der arbeitet dann 1 Jahr lang an den Linux Treibern und nicht nur eine Woche.

Und, kann Nvidia denn auch mit guten Treibern 500 Karten mehr verkaufen ?  Ja, denn sie haben die beste Karten/Treiber Kombi. Intel hat mittlerweile gute Treiber, aber nur Onboard-Grafik. ATI bietet ebenbürdige Karten, aber die Treiber sind Mist. Nvidia hat gute Treiber und gute Karten, aber kümmert sich nicht ausreichend um die Linux Gemeinde. Wenn sie nun mit top Treibern und Unterstützung ihr Image aufpolieren, wer würde da denn noch zu ATI oder Intel greifen ?

Fazit: Auch mit den nachgelieferten Treibern wird mein nächster PC/Notebook im Moment eine Grafikchip von Intel haben.

Ich liebe Linux …

September 10, 2006

… dafür, dass man fast täglich Fortschritte sehen kann.

Z.B. gestern auf Planet KDE: Ein Entwickler schreibt darüber, dass man doch mal die KDE-Dialoge überarbeiten kann. Dazu macht er erstmal Bestandsaufnahme bei KDE, Gnome, MacOS und Windows, fragt danach in die Runde, ob es noch ein paar tolle Vorschläge gibt und wird sich dann daran machen, die Sache umzusetzen.

Sicher, es ist gerade die Zeit dafür. Schließlich geht es auf die nächste KDE-Generation (KDE4) zu und die Vorarbeit (Portierung von KDE3 von QT3 auf QT4) ist zum guten Teil getan. Aber die Herangehensweise ist doch passend zum OpenSource Gedanken. Es wird nicht irgendwo etwas entschieden, sondern es wird nach interessanten, bestehenden Lösungen gesucht (man darf dafür nicht mehr die Lorbeeren einheimsen, aber die Verbesserung der eigenen Software steht im Vordergrund), fragt dann die Öffentlichkeit (auch die haben tolle Gedanken und man will ja nichts auslassen) und entscheidet sich dann (manch einer wird die Entscheidung nicht mögen, aber der Entwickler darf entscheiden, weil er es ist, der es programmieren muss).

Und so etwas geschieht von heute auf morgen, während Microsoft immer noch auf einem 6 Jahre alten Windows XP herumsitzt. Ok, Vista kommt, es gab ein XP SP2 und XP war für seine Zeit im Vergleich zu Linux deutlich besser. Aber KDE4 kommt jetzt auch und diesmal ist es Linux, welches für den Ottonormal-Verbraucher das bessere OS ist.

P.S.: Auf die oben geschilderte Herangehensweise hat OpenSource kein Patent, wie man es an der Entwicklung vom propierteren Flash-Player für Linux sieht.

Daddeln ist Scheiße …

September 9, 2006

… , wenn man erst gar nicht dazu kommt!

Ich habe gerade etwas freie Zeit abseits von Klausuren etc. Und ich hatte Lust, mal wieder etwas zu spielen.

Mittels DosBox hatte ich auch schon ein paar alte DOS-Klassiker (wie Colonization und DSA1) zum Laufen bekommen (heutzutage muss sogar unter Windows so etwas wie DosBox – gibt es auch für Windows – einsetzen, um DOS-Spiele zum Laufen zu bekommen).

Nun, gestern habe ich dann ein paar neue alte Spiele aus der Ecke gezaubert. Sachen wie Total Annihilation, C&C2 und GTA1. Solche Spiele mag ich: innovatives Spielprinzip und nicht zu komplex (=einsteigerfreundlich). Dies sind alles Windows-Spiele, also wird das nichts mit der DosBox. Wine muss her. Ein „emerge wine“ und da ist es.

Auf der Homepage von Wine habe ich dann erfahren, dass bei Total Annihilation der Installer nicht funzt. Bei mir auch nicht. Und auch nicht mit den Tricks, die dort standen. Blöd, aber es gibt ja noch mehr Spiele.

Bei GTA ging der Installer, ich hatte dann in meinem KDE-Menü eine Wine-Kategorie und die passende Verknüpfung zu GTA. Nur hier funzt GTA selber nicht.

Jetzt bin ich noch dabei C&C2 auszuprobieren. Funzt natürlich leider auch nicht auf Anhieb, versuche gerade die Installation mit einem alten Wine 0.9.14 (laut Homepage sollte das mal funktioniert haben).

Insgesamt muss aber jetzt schon sagen, dass Spielen mittels Wine unter Linux für mich einfach noch nicht reif genug ist. Schade.