Archiv für September 2007

Kampf der Zwerge …

September 24, 2007

… oder Dell Latitude D630 vs Acer Travelmate 6492.

Dell Latitude D630

  • Besseres Display: heller und bessere Auflösung
  • schnellerer Prozessor: T7300 (2GHz, 4MB Cache) vs T7100 (1,8GHz, 2MB Cache)
  • schnellerer Arbeitsspeicher: FSB 667MHz vs 533MHz
  • Robusteres Gehäuse
  • flacheres Gehäuse: 3,8 cm vs 4,2 cm
  • leichter: 2,63 kg vs 2,8 kg
  • besserer Service
  • längere Garantie: 3 Jahre vs 2 Jahre
  • Linux Treiber für Fingerabdruckscanner
  • größerer Hochkapazitätsakku: 85Wh vs 80Wh

Acer Travelmate 6492

  • eingebaute Webcam
  • größere Festplatte: 160GB vs 80GB
  • eingebauter 5in1 Card Reader
  • eingebauter IR-Port
  • Akku guckt nicht vorne heraus
  • neueres Intel WLAN 4965, allerdings nur in der ABG Variante
  • Unter Last leiser: 0,8 Sone vs 1,4 Sone
  • Günstiger Preis: 1012 € vs 1300 €
  • Verfügbarkeit: sofort verfügbar vs irgendwann wieder verfügbar

Fazit: Insgesamt ist das Dell Notebook das bessere (auch wenn ich gerne noch die Webcam und den IR-Port vom Acer hätte). Dagegen hält das Acer mit dem günstigeren Preis, für den dann auch noch eine Docking Station, externe Festplatte, Bluetooth-Maus und RAM-Upgrade drin wäre.

Entscheiden (für mich) wird das Duell aber die Verfügbarkeit. Ich habe heute nochmal bei Dell angerufen und nach vielen Entschuldigungen und Prioritätsversprechen habe ich ihnen noch einmal 2 Wochen gegeben.

To be continued …

Traumtöter …

September 23, 2007

… oder wie man Dell’s Lieferschwierigkeiten sonst noch nennen kann.

Bestellt habe ich mein Dell Latitude D630 am 24.08. . Seitdem reift auf meiner Festplatte ein erstklassiges HowTo fürs Gentoo-Wiki plus einer Handvoll weiterer HowTos für einzelne Hardware (z.B. Intel’s onboard Grafik), auf die auch die anderen HowTos verlinken können. Aber ohne abschließenden Test (wofür ich das Notebook brauche), kann ich es nicht posten. Auch wartet mein Linux-Aufkleber auf seinen Ansatz an der Deckel-Front. Aber als mein inverserer Abreißkalender auf 0 stand (der eigentliche Liefertermin, das war am Freitag) durfte ich erfahren, dass sich die ganze Sache um knapp 1 1/2 Monate nach hinten auf den 2.11. verschiebt. Voraussichtlich.

Es dauert nicht lange bis man bei Google fündig wird und massig viele Leidensgenossen hat. Jetzt habe ich auch den Hinweis in der aktuellen c’t verinnerlicht: …, wenn es denn lieferbar ist.“ Sicher ist auf jeden Fall: keiner weiß etwas, Besserung ist nicht in Sicht und Liefertermine sind nur beliebige Zahlen.

Also werde ich am Montag mal da anrufen. Da ich nicht davon ausgehe, dass ich dadurch schneller mein Notebook bekomme, werde ich entweder ein kostenloses Upgrade / Preisnachlass bekommen oder ich werde den Auftrag stornieren. Eine erneute Suche nach interessanten Notebooks hat nämlich das Acer Travelmate 6492 aufgetan. Das hat nur ein normales Display (1280 x irgendwas), ist teilweise etwas schlechte, teilweise etwas besser ausrüstet, ist aber rund 300 € günstiger. Damit wäre Geld für eine Docking Station (gibt es nicht gebraucht, daher 160€), Bluetooth-Maus und externe Notebook-Festplatte verfügbar. Und da das Notebook in der aktuellen Ausgabe der c’t doch recht gut wegkommt (Akkulaufzeit, Lautstärke, Display), bleibt nur noch ein leichte Ungewissheit bezüglich Linux Unterstützung (es gibt keinerlei Testberichte) für Webcam (beim 6292 funktionierst) und Fingerabdruckscanner (soll ein UPEK Scanner sein, der hoffentlich auch vom Thinkfinger Projekt unterstützt wird). Na ja, bis Montag.

Die 6-Monate-Lücke …

September 14, 2007

… oder warum aktuelle Hardware und Linux-Kompabilität unvereinbar sind.

Es ist wieder Zeit: der alte Rechner hat ausgedient und ein neuer, schnellerer Rechner muss her. Gesagt, getan. Nach dem Aufbau wird gleich das vorinstallierte Windows Vista ausgetestet. Nett, aber irgendwie doch nur Windows. Außerdem findet man so manche kleine Gewohnheit so nicht wieder und außerdem füllt sich der neue Rechner nicht wirklich schneller an.

Auftritt: Der nette Linux-Freund von nebenan. Er erklärt, dass Windows Vista hohe Systemanforderungen hat (und der Rechner deswegen so langsam ist) und dass viel unter der Haube gemacht wurde (und man deshalb Sachen jetzt woanders findet). Da man das System und die Programme eh alle neu einrichten muss, kommt die Idee auf, das jetzt die richtige Zeit wäre, um mal Linux auszuprobieren. Auch hier: Gesagt, getan.

Allerdings fällt auch Linux durch. Das letzte Ubuntu Linux (oder OpenSUSE / Fedora etc.) kam vor 4 Monaten heraus und der eingesetzte Kernel ist sogar 5 Monate alt. Da der neue Rechner aber auch mit neuester Hardware ausgestattet ist, erkennt die LiveCD den verbauten IDE-Controller nicht und bricht daher den Bootvorgang ab. Aus, Schluss, Pustekuche der Traum von der Linux-Welt. Und da Ubuntu, OpenSUSE, Fedora und wie sie alle heißen, ihren Release-Zyklus scheinbar aufeinander abgestimmt haben, hilft hier auch keine andere Distribution aus. Auch wenn der aktuelle Kernel schon die Hardware unterstützt – und das tut er immer häufiger – nützt das dem Anwender nicht, solange die Distributionen nicht auch den aktuellen Kernel nutzen. Und die haben eine bis zu 6 monatige Lücke = 2 Kernelversionen. Meistens kann man zwar – ist das System einmal installiert – den Kernel auf die notwendige Version aktualisieren, aber der Weg dorthin mittels offizieller LiveCD ist steinig (hier hilft ein Blick ins entsprechende Wiki oder der Linux-Freund von nebean) bis nicht gehbar und der wichtige erste Eindruck ist auf jeden Fall dahin.

Eine Lösung des Problemes hat nun Dell gezeigt, indem sie die offizielle LiveCD von Ubunutu um die nötige neue Software aktualisiert haben. Zwar bieten sie keinen offiziellen Support dafür an, aber im Fall der Fälle (der mit solch einer speziell angepassten LiveCD nicht passieren sollte) hilft man sich im Forum aus.
Aber auch das ist nur eine notdürftige Lösung, da wohl niemand alle populären Distributionen unterstützen und deren LiveCDs remastern wird.

Mal sehen, was die Zukunft bringt. Im Moment wird man wohl im Zeitraum zwischen den Releases zu irgendwelchen halb offiziellen LiveCDs greifen.

P.S.: Windows würde in solch einer Situation ebenso versagen. Ja sogar noch schlechter abschneiden, weil Windows nur alle 3-6 Jahre aktualisiert wird. Da es aber immer vorinstalliert ist, fällt es nur nicht auf.

Bescheidenheit …

September 7, 2007

… oder woran erkennt man das coolste Notebook „in town“.

Wenn man ein Dell Latitude D630 besitzen wird und wenn man dieses unter Linux laufen lassen wird, so wird man sich in Bescheidenheit üben müssen. Man wird sich nämlich nicht mit den Jungs – die anderen mit  Notebooks – vernünftig unterhalten können. Man wird sich nicht mit über Windows Vista beschweren können, weil das so langsam ist; man wird sich nicht mit über Hardwareprobleme beschweren können, weil Dell seine Notebooks 13000 Stunden lang testet; man wird sich nicht mit neidisch über den neuesten Desktop-Effekt vom MacBook-User gegenüber unterhalten können, weil man den – und 50 weitere – selber schon hat. Das werden einsame Zeiten.

Um aber dennoch etwas Beachtung genießen zu können, habe ich mir für mein kommendes Notebook einen fetten Sticker für die Fronthaube gekauft.

OpenAMT …

September 7, 2007

… oder wie Intel zum Endspurt beim „Der perfekte Linux PC“ ansetzt.

Intel’s DG965MQMKR Mainboard hat mich von Anfang an begeistert, allerdings war es mir bisher nicht möglich, Temperaturen und Lüftergeschwindigkeiten unter Linux abzufragen.

Ich wusste schon, dass kein herkömmlicher SuperIO  Chip zum Einsatz kommt, sondern dass diese Fähigkeiten in der ICH8 Northbridge sitzen. Nur gab es dafür weder einen Treiber noch passende Spezifikationen.

Das Blatt sich mittlerweile geändert. Mit dem OpenAMT Projekt  bietet Intel nun einen Treiber für die entsprechende Schnittstelle (HECI oder „Management Engine Interface“, wie es jetzt heißt) und eine Reihe von passenden Tools. Diese bieten – soweit ich es gesehen habe – kein Zugriff für die Hardware-Überwachung, aber mit dem Treiber und den verfügbaren Spezifikationen (erhältlich mittels NDA) ist nun möglich, so ein Programm zu schreiben.  Daher ist es nur noch ein Frage der Zeit, bis auch diese Lücke geschlossen ist.