Archiv für Oktober 2007

Alles startklar …

Oktober 18, 2007

… oder welches Startmenü ich mir wünsche.

Vor ein paar Tagen war der Startschuß für MacOSX Leopard. Also habe ich mir mal die Neuheiten beim „Benutzerfreundlichkeits“-Topreiter angesehen. Interessant fand ich etwas unter den Desktop Verbesserungen: ein vermeintlich neuartiges Startmenü, dass einfach alle Programme als Icons in einem nahezu Bildschirm-großem halbtransparenten Fenster einblendet.

Es stellte sich heraus, dass das etwas anderes war, eine solche Idee würde ich aber erstklassig finden. Anstatt sich in einem Startmenü durchzuklicken, zeigt man einfach alles an, so dass dann ein Klick ausreicht. Für die Übersichtlichkeit sind die Icons entsprechend ihren Kategorien sortiert. Falls man zuviele Programme hat, werden weniger häufig genutzte Programme (diese Technik wird man bei KDE4 beim Raptor Startmenü sehen) mit kleineren Icons dargestellt, um Platz zu sparen. Auch kann das Startmenü-Fenster ausreichend groß gewählt werden, was zwar den Zugriff auf den Desktop oder Programme behindert, aber OK ist, da man bei der Nutzung des Startmenüs eh keine anderen Sachen macht. Und durch ein halbtransparentes Fenster kann man immer noch z.B. eine Anleitung in einem Browser-Fenster verfolgen. Auch andere Teile eines Startmenüs wie eine Favoritenliste kann als weitere Kategorien in dieses Modell einpflegen, können IMHO aber auch gleich ganz weggelassen werden, da z.B. die Favoritenliste in die Schnellstartleiste oder als Widget (z.B. mittels Plasma) auf den Desktop wandern sollte.

Und dann kam die Erinnerung: solch ein Startmenü gibt es sogar schon. Der „Anwendungs-Browser“ vom SUSE Linux Enterprise Desktop:

Dieses ist allerdings nicht so hübsch, ist nur Teil eines übergeordneten klassischen Starmenüs und basiert auf GNOME.

Solch ein Startmenü wird bestimmt nicht alle Leute begeistern (man will ja nicht die frisch bekehrten Windows-Jünger verschrecken), muss es aber auch nicht, da man sich – zumindestens bei KDE – die Start-/Fensterleiste nach Belieben zusammenstellen kann.

Das perfekte Notebook: Reloaded …

Oktober 5, 2007

… oder was das D630 wirklich leistet.

Kaum habe ich das Notebook nicht bekommen, kaum habe ich darüber geschrieben, kaum hat heise.de das Thema aufgegriffen, schon wurde es doch geliefert. Auf einmal ging alles ganz schnell. Seit Montag halte ich es in den Händen.

Der Wechsel von meinem Desktop-PC aufs Notebook war nicht ganz so geradlinig („straight forward“ hört sich irgendwie besser an), wie ich es mir dachte, obwohl ich außer dem Kernel nichts neukompilieren musste (beide haben ein Core 2 Duo). Aber vor allem die X Konfiguration machte und macht mir Kopfschmerzen. Die Einstellungen fürs Display und den externen Monitor an einer Docking-Station läuft mittlerweile richtig gut (xrandr ist super), aber die Konfiguration der Eingabegeräte ist einfach nur Mist. Der Xorg Server 1.4 (aka 7.3) soll ja jetzt Hotplugging unterstützen, aber das läuft nicht rund und meine Konfiguration misachtet er komplett. Beim Anschließen meiner externen Tastatur startet er erst gar nicht.

Ansonsten geht aber alles ganz gut, es gibt aber eine ganze Reihe von kleinen, aber aufwendigen Tätigkeiten, die ich noch machen muss. So muss ich das Powermanagment noch einrichten, Skripte für den Übergang von Docking-Station auf Mobil-Modus schreiben und die Funktionstasten mit Befehlen belegen. Aber wird die Zeit bringen.

Im Gentoo Wiki gibt es jetzt natürlich auch ein Anleitung zum Notebook plus weiterer neuen Anleitungen zu den einzelnen Hardware Komponenten.

Ingesamt lässt sich sagen, dass das Notebook schon top ist. Sehr gut verarbeitet, schnell etc pp. Allenfalls die Lautstärke ist lauter als gedacht (man hört die Festplatte und der Lüft springt noch zu häufig an), was aber mit einem optimierten Powermanagment bestimmt besser wird. Für Linux ist es auf jeden Fall geeignet, aber die Einrichtung erfordert schon viel Wissen (so braucht man z.B. die Release Candidats von „hal“ und ALSA) und Zeit. Auch aktuelle und jetzt kommende Distributionen werden weiterhin ihre Probleme haben (nur Fedora 8 wird ein ausreichend aktuelles „Hal“ haben, ALSA ist bei allen nicht aktuell genug, da es erst im Kernel 2.6.24 den notwendigen Versionssprung macht). Enttäuscht bin ich aber auf jeden Fall von Xorg 7.3.

P.S.: Ich hatte auch schon meinen ersten Service-Fall. Das Notebook kam ohne Fingerabdruckscanner (war ein Fehler meiner Verkäuferin). Aber nach einem Anruf bei der Hotline (Festnetznummer) wurde mir eine komplett neue Abdeckung (die Oberseite vom Unterbau, wo die Tastatur drinliegt) zugeschickt und heute von einem Techniker ausgewechselt. Das alte Teil hat er mir dagelassen, was ich wohl irgendwann bei Ebay verticken werde. Fazit: Bestnote.