… oder welches Startmenü ich mir wünsche.
Vor ein paar Tagen war der Startschuß für MacOSX Leopard. Also habe ich mir mal die Neuheiten beim „Benutzerfreundlichkeits“-Topreiter angesehen. Interessant fand ich etwas unter den Desktop Verbesserungen: ein vermeintlich neuartiges Startmenü, dass einfach alle Programme als Icons in einem nahezu Bildschirm-großem halbtransparenten Fenster einblendet.

Es stellte sich heraus, dass das etwas anderes war, eine solche Idee würde ich aber erstklassig finden. Anstatt sich in einem Startmenü durchzuklicken, zeigt man einfach alles an, so dass dann ein Klick ausreicht. Für die Übersichtlichkeit sind die Icons entsprechend ihren Kategorien sortiert. Falls man zuviele Programme hat, werden weniger häufig genutzte Programme (diese Technik wird man bei KDE4 beim Raptor Startmenü sehen) mit kleineren Icons dargestellt, um Platz zu sparen. Auch kann das Startmenü-Fenster ausreichend groß gewählt werden, was zwar den Zugriff auf den Desktop oder Programme behindert, aber OK ist, da man bei der Nutzung des Startmenüs eh keine anderen Sachen macht. Und durch ein halbtransparentes Fenster kann man immer noch z.B. eine Anleitung in einem Browser-Fenster verfolgen. Auch andere Teile eines Startmenüs wie eine Favoritenliste kann als weitere Kategorien in dieses Modell einpflegen, können IMHO aber auch gleich ganz weggelassen werden, da z.B. die Favoritenliste in die Schnellstartleiste oder als Widget (z.B. mittels Plasma) auf den Desktop wandern sollte.
Und dann kam die Erinnerung: solch ein Startmenü gibt es sogar schon. Der „Anwendungs-Browser“ vom SUSE Linux Enterprise Desktop:

Dieses ist allerdings nicht so hübsch, ist nur Teil eines übergeordneten klassischen Starmenüs und basiert auf GNOME.
Solch ein Startmenü wird bestimmt nicht alle Leute begeistern (man will ja nicht die frisch bekehrten Windows-Jünger verschrecken), muss es aber auch nicht, da man sich – zumindestens bei KDE – die Start-/Fensterleiste nach Belieben zusammenstellen kann.