Das perfekte Notebook: Reloaded …

By arlsair

… oder was das D630 wirklich leistet.

Kaum habe ich das Notebook nicht bekommen, kaum habe ich darüber geschrieben, kaum hat heise.de das Thema aufgegriffen, schon wurde es doch geliefert. Auf einmal ging alles ganz schnell. Seit Montag halte ich es in den Händen.

Der Wechsel von meinem Desktop-PC aufs Notebook war nicht ganz so geradlinig („straight forward“ hört sich irgendwie besser an), wie ich es mir dachte, obwohl ich außer dem Kernel nichts neukompilieren musste (beide haben ein Core 2 Duo). Aber vor allem die X Konfiguration machte und macht mir Kopfschmerzen. Die Einstellungen fürs Display und den externen Monitor an einer Docking-Station läuft mittlerweile richtig gut (xrandr ist super), aber die Konfiguration der Eingabegeräte ist einfach nur Mist. Der Xorg Server 1.4 (aka 7.3) soll ja jetzt Hotplugging unterstützen, aber das läuft nicht rund und meine Konfiguration misachtet er komplett. Beim Anschließen meiner externen Tastatur startet er erst gar nicht.

Ansonsten geht aber alles ganz gut, es gibt aber eine ganze Reihe von kleinen, aber aufwendigen Tätigkeiten, die ich noch machen muss. So muss ich das Powermanagment noch einrichten, Skripte für den Übergang von Docking-Station auf Mobil-Modus schreiben und die Funktionstasten mit Befehlen belegen. Aber wird die Zeit bringen.

Im Gentoo Wiki gibt es jetzt natürlich auch ein Anleitung zum Notebook plus weiterer neuen Anleitungen zu den einzelnen Hardware Komponenten.

Ingesamt lässt sich sagen, dass das Notebook schon top ist. Sehr gut verarbeitet, schnell etc pp. Allenfalls die Lautstärke ist lauter als gedacht (man hört die Festplatte und der Lüft springt noch zu häufig an), was aber mit einem optimierten Powermanagment bestimmt besser wird. Für Linux ist es auf jeden Fall geeignet, aber die Einrichtung erfordert schon viel Wissen (so braucht man z.B. die Release Candidats von „hal“ und ALSA) und Zeit. Auch aktuelle und jetzt kommende Distributionen werden weiterhin ihre Probleme haben (nur Fedora 8 wird ein ausreichend aktuelles „Hal“ haben, ALSA ist bei allen nicht aktuell genug, da es erst im Kernel 2.6.24 den notwendigen Versionssprung macht). Enttäuscht bin ich aber auf jeden Fall von Xorg 7.3.

P.S.: Ich hatte auch schon meinen ersten Service-Fall. Das Notebook kam ohne Fingerabdruckscanner (war ein Fehler meiner Verkäuferin). Aber nach einem Anruf bei der Hotline (Festnetznummer) wurde mir eine komplett neue Abdeckung (die Oberseite vom Unterbau, wo die Tastatur drinliegt) zugeschickt und heute von einem Techniker ausgewechselt. Das alte Teil hat er mir dagelassen, was ich wohl irgendwann bei Ebay verticken werde. Fazit: Bestnote.

8 Antworten zu „Das perfekte Notebook: Reloaded …“

  1. dreieinhalb sagt:

    Hi arlsair,

    guter Blog … ich hab mir gerade mal fast alle deine Artikel durchgelesen. Die meisten sind sehr interessant und gut geschrieben. Ich hab deinen Blog nur durch Zufall über Google gefunden (Suchbegriff „Dell Latitude D630 + x11″, da landet der Blog auf Platz 2 in der Google Suche).

    Ich war schon immer begeistert von Computern und da kommt man an Linux irgendwann mal nicht mehr vorbei. Angefangen hat es bei mir mit SUSE. Irgendwann bin ich dann aber wieder zu Windows gewechselt weil mir Linux einfach zu wenig bieten konnte. Als ich mich für einen Beruf einscheiden musste, wusste ich bald, dass es irgendwas sein musste was mit Computern zu tun hat. Letztendlich bin ich zum Beruf Fachinformatiker (Systemintegration) gekommen. Zwischenzeitlich hatte ich mich ein wenig mit Ubuntu beschäftigt und alles mögliche versucht und ausprobiert. Allerdings bin ich auch dann irgendwann wieder zu Windows gewechselt, da ich für meinen Abschluss in der Schule auf wichtige Programme unter Windows nicht verzichten konnte. Allerdings war ich der Windows-User, der sich für viele Windows-Programme gerne nach OpenSource-Alternativen umsah und diese dann unter Windows nutzte. Als ich mich zwischen einer Ausbildungsstelle bei der Telekom und einem Rechenzentrum einer Universität entscheiden musste, war mir klar, dass letzteres die bessere Wahl sein würde (wobei natürlich auch noch ein paar andere Aspekte eine Rolle gespielt haben).

    Jetzt bin ich seit September Auszubildender am Regionalen RechenZentrum Erlangen (RRZE). Auf meinem Desktop-PC zuhause läuft jetzt Ubuntu und nur noch sehr selten Windows. Bei uns im Rechenzentrum wird Linux sehr geschätzt, allerdings hauptsächlich im Server-Bereich. Der Betriebssystem-Mischmasch ist dort jedenfalls sehr groß.

    Nun wurde uns (3 Auszubildende) noch in der ersten Woche gesagt, dass unsere Notebooks leider Lieferschwierigkeiten haben und wir uns noch ein wenig gedulden müssten. Aber erfuhren wir ziemlich schnell, dass uns das Notebook auch für den privaten Gebrauch zur Verfügung steht und wir es nach unserer Ausbildung (3 Jahre) zum Restwert günstig erwerben können. Zwischenzeitlich verschoben sich die Liefertermine von Dell immer weiter nach hinten und es wurde schon überlegt, nicht wie üblich (laut Rahmenvertrag) auf Dell-Notebooks zu setzen sondern welche von Siemens oder einer anderen Firma zu bestellen und die Dell zu stornieren. Zu unserem Glück aber hatten die anderen Notebookhersteller mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Also bekamen wir ein schön langsames Acer-Notebook als Leihgerät zur Überbrückung für die Lieferverzögerung. Seit letzter Woche Montag sind die Notebooks jetzt in unserem Besitz (Besitz=!Eigentum). Wir bekamen die Notebooks hin gestellt mit einer Dell-Windows-Installation und so richtig wusten wir nicht mit welcher Hardware wirs überhaupt zu tun hatten.

    Nach und nach, nach einigen Recherchen stellte sich heraus, dass es sich bei dem Notebook um folgende innere Werte handelt:

    Intel Core 2 Duo T7500 mit 2,2 GHz
    2048 MB RAM
    Nvidia Quattro NV 135 M (128 MB)
    14.1 Zoll-Display mit der Auflösung von 1440 x 900
    120 GB Festplatte (mit 7200 Umdrehungen/Sek.)
    Intel W-Lan-Karte mit a / b / g / n – Unterstützung
    Broadcom Gigabit-Lan Netzwerkkarte
    Bluetooth 2.0
    Fingerabdruckscanner
    Smardcardreader
    Dockingstation (für die Firma)
    zusätzliches Netzteil für unterwegs
    ordentliche Verarbeitung, gutes Gehäuse, lange Akkulaufzeit
    inkl. Notebookrucksack

    Die beiden anderen Azubis setzen schon länger auf Linux insbesondere auf Gentoo, weshalb die Notebooks jetzt mit Gentoo zu installieren waren. Ich hab nun mit ihrer Hilfe auch mein erstes Gentoo-System auf dem Notebook am Laufen und war gerade eben auf der Suche wie ich meinen X-Server starten kann, da es bei der automatischen Generierung der xorg.conf zu Fehlermeldungen und Abstützen führt.

    Ich finde es jedenfalls toll, dass du dir das Dell Notebook eben als gut Linux-tauglich herausgesucht hast und ich es quausi zugewiesen bekam, ohne dass ich einer gefragt hätte. Ich war in letzter Zeit schon dabei meinen Desktop-PC nur noch mit Geräten zu bestücken, die ausdrücklich Linux unterstützen und jetzt bekomme ich so ein Notebook, mit dem man fast jede Funktion unter Linux nutzen kann.

    Es ist jedenfalls ein tolles Gerät und ich werde deinen Blog weiterverfolgen, wenn du über aktuelle Details zu deinem Notebook schreibst. Auch würde mich interessieren, wo man diesen schicken Aufkleber bekommen kann, der so toll um das Dell-Logo passt (oder hast du da selbst einfach einen Kreis ausgeschnitten?)

    Gruß
    Dominik

    P.S.: Um das bei dir übliche P.S. nicht zu vergessen: ich würde dir empfehlen bei deinem Blog ein Impressum zu ergänzen, da es in Deutschland so viel ich weis Plicht ist, eines zu haben. Außerdem hab ich festgestellt, dass die Vor- und Zurücklinks unter Opera nicht funktionieren.

  2. arlsair sagt:

    Moin,
    freut mich, dass dir dieser Blog zusagt.

    Mittlerweile gibt es nicht mehr viel Neues zu diesem Notebook zu sagen. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, die ich noch einstellen muss. Am Besten zu guckst dir von Zeit zu Zeit mal die Änderungen am HowTo im Gentoo Wiki an.

    Den Sticker muss man sich selber machen. Ich habe bei Google nach dem Motiv gesucht, es zugeschnitten (da war noch ein Weltkugel im Bild) und den Hintergrund entfernt. Danach habe ich mir den Sticker übers Internet erstellen lassen (Kosten: 2€ + 10€ Versand!!). Das Loch fürs Dell-Logo habe ich dann ausgeschnitten. Wahrscheinlich hätte es auch gereicht, wenn man Logo selber auf klebbares Papier ausdruckt und dann mit einer transparenten Folie versiegelt.
    Egal, der Sticker ist gelungen und zieht auch so einige Blicke auf sich.

    Wegen dem Problem mit Opera kann ich dir nicht weiterhelfen, da ich keinen Einfluss auf die Software habe. Wenn du auch mit anderen Blogs auf wordpress.com Probleme hast, kannst du es ja mal die Jungs wissen lassen.

    Gruß

  3. arlsair sagt:

    Ach ja, das Sticker-Motiv kannst du herunterladen: http://www.tuhh.de/~saas0262/Tux_Sticker.bmp

  4. Steve` sagt:

    Tjo, ich bin über „Linux Notebook dockingstation“ hier gelandet. Das Du – wie ich – Gentoo verwendest, erfreut mich da natürlich umso mehr, da ich eine Frage loswerden möchte:

    Wie funktioniert das mit den Dockingstations? Sind die im Prinzip vom Betriebssystem unabhängig?

    Grund meiner Frage: Ich möchte mittelfristig vom PC auf ein Notebook wechseln, möchte aber auf bestimmte externe Geräte im Desktopbetrieb nicht verzichten – so habe ich mich sehr an mein 22″-TFT, meine Logitech MX1000 Lasermouse und meine Cherry Cymotion Master Linux gewöhnt. Aber mich reizt natürlich die Idee, im Fall der Fälle das Notebook aus der Dockingstation zu nehmen und auf Reisen zu gehen – wobei das Gerät wohl zu 95% im Festbetrieb läuft.

  5. Arne Stäcker sagt:

    Moin,
    ich habe keine Ahnung von der Technik, die hinter einer Dockingstation steht, aber es funktioniert völlig unabhängig vom Betriebsystem. Man keine Treiber o.ä. installieren.

    Sobald der Laptop an der Dockingstation hängt, hat man einfach mehr Anschlüsse zur Verfügung. Und das von Anfang an (also auch beim BIOS). Z.B. wird von Anfang an mein externen Monitor aktiviert, so dass ich auch das BIOS darüber konfigurieren kann.

    Das Einzigste, was Linux nicht erkennt, ist der Auswurfknopf an der Dockingstation.

  6. dreieinhalb sagt:

    hi,

    ich bins nochma. könntest du mir noch sagen, wo du den Aufkleber drucken hast lassen und in welcher genauen Größe. Ich find keine gescheite Online-Druckerei, die meisten haben Anfangsauflagen von 500 Stück aufwärts.

    Danke schonmal

    Gruß
    Dominik

  7. Arlsair sagt:

    Ich hatte den Aufkleber bei http://www.clickandprint.de bestellt. Die genaue Größe kann ich dir nicht mehr nennen, aber das Dell-Loch ist etwa 3cm groß. Den Rest musst du dir zurecht rechnen.

  8. dreieinhalb sagt:

    ok. danke ;)

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