… oder eine kleine Review über Fedora 9.
Im Sommer geht meine Mutter in den Ruhestand. Da sie immer noch wenig Ahnung von Computern hat und erst recht mit der Sicherheitsproblematik, ist die Wartung des Computers meine Aufgabe. Und da sie im Ruhestand keine Spezialsoftware mehr benötigt, wird sie ein Linux verpasst bekommen, was meines Achtens ihr auch in Sachen Benutzerfreundlichkeit entgegen kommt. Außerdem kann ich so den Rechner besser übers Internet warten.
Also habe ich mir mal Fedora 9 als KDE Spin angeguckt, da mir die Aktualität (aktueller Kernel, verbesserter X-Server) sehr zusagt. Hier ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind:
LiveCD:
- Schlecht: Die Schrift war verstümmelt (oben und unten etwas abgeschnitten)
Installation:
- Schlecht: Bei der Installation konnte man die Sprache nicht auswählen, sondern konnte sie erst im nachhinein installieren.
- Gut/Schlecht: Fedora hat in den 2.6.25er Kernel WLan-Erweiterungen aus dem kommenden 2.6.26er Kernel einfließen lassen. Unter anderem wird nun die LED bei Intel-Chipsätzen genutzt. Allerdings zeigt sie die Aktivität durch Blinken an, was echt nervt. Mir würde es reichen, wenn sie an geht, wenn man man mit einem Netz verbunden ist.
- Gut: Man kann die Plasmoids in der Fensterleiste verschieben. Das kann ich selbst in meinem aktuell gehaltenen KDE 4.1 SVN nicht.
- Schlecht: Manche Programme im Startmenü haben kein Symbol. Dies kommt zum Teil daher, dass es selbst Upstream keine Symbole gibt, aber eine Distribution sollte hier dann Eigeninitiative zeigen.
- Gut/Schlecht: Auch im KDE Spin werden standardmäßig GTK/Gnome Programme eingesetzt, wo es noch kein KDE-Frontend gibt. So z.B. PackageKit und das Gnome-Frontend zum NetworkManager 0.7 . Das finde ich eigentlich gut (bevor man gar nichts hat), allerdings merkt man schon, dass es Fremdkörper sind (Gnome gefällt mir nicht). Die Zeit wird es bringen (zumindestens für den NetworkManager 0.7 gibt es eine Integration in Solid bei KDE 4.1)
- Gut/Schlecht: Mir gefällt die Idee von PackageKit, ein einheitliches Frontend für alle Distributionen zu haben, wenn auch im Moment nur für Gnome. Allerdings werden mir zu wenig Informationen angezeigt. Ein „Details“ Knopf wäre schon toll.
Insgesamt schon ordentlich gemacht, allerdings bin ich von Gentoo total verwöhnt (auch wenn es etwas mehr Arbeit benötigt). Da aber Gentoo keine Option für meine Mutter ist, werde ich wohl noch mal Kubuntu und OpenSuse ausprobieren.