… oder alles über Laptop und Design.
Um in den Worten heutiger Marketingstrategen zu sprechen, der Laptop ist wohl der PC 2.0. Aber abseits vom Beruf ist weniger die Mobilität für die Verkaufserfolge von Laptops verantwortlich, sondern es neben dem Handy und dem MP3-Player Einzug gehalten hat in die Riege der „Technik-Gadgets“. Das technische Pondon zur Sonnenbrille oder dem Gürtel, den „Accessoires“ der Modewelt.
Und als solches muss es gut aussehen. Ja, das Aussehen der Geräte ist häufig sogar das Hauptmerkmal, um sich als Individuum von der Masse abzuheben (natürlich nur soweit, wie das bei einem Massenprodukt möglich ist).
Nun, hier gab es ganz natürliche Entwicklungen, wobei verbessertes Aussehen als Bonus mit abfiel. Und zwar trat mit dem Pentium-M trat (im Vergleich zum Pentium4) der Energiehaushalt bei Laptops in den Vordergrund. Laptops müssen mobil sein, deshalb muss der Akku lang genug halten, deshalb darf der Prozessor keine Energie verbrunzeln, deshalb werden weniger Kühlmassnahmen benötigt, deshalb kann der Laptop leichter und flacher gebaut werden. Beides macht es möglich und erstrebenswert, mit seinem Gadget im örtlichen Coffee-Shop vorbeizugucken, um dort seine Emails abzurufen.
Und was macht gutes Design aus ? Schlank ist schon mal ein Muss. Und ein blasses Schwarz ist eher nicht mehr aktuell. Dell konnte seine Verkäufe, neben günstigen Preisen, vor allem durch frei Farbwahl (wenn man mit „frei“ 8 bestimmte Farben meint) und optionale Muster steigern. Seit der heiße Braut aus der Dell Werbung (http://www.youtube.com/watch?v=5jlaYqt7l4Y) will ich auch ein rotes XPS haben.
Auf der anderen Seite sind Geschmäcker auch sehr unterschiedlich und ein Design, dass einem heute gut gefällt, mag morgen seine Magie verbraucht haben. Daher hier meine „Pfui’s“ bezüglich Design:
* Marken-Logos: Ein Hersteller, der heute „In“ ist, kann morgen out sein. Und will man dann noch dafür Werbung laufen ?
* Muster: Diese verbrauchen IMHO sehr schnell ihre Attraktivität.
* Große Laptops: 17 Zoll wirken schon ziemlich unhandlich, häufig sogar plump. Schon 15.4 muss man schon ordentlich festhalten.
* Kleine Laptops: Die aktuelle aufgekommenen Netbooks mögen zwar eine Lücke füllen, jemanden bei der Bedienung des Winzlings zuzusehen, ist aber schon witzig und hat häufig auch nichts mit Produktivität zu tun.
Ich persönlich mag ein „technisches“ Design. Etwas mit „Hier steckt Power drin und ich kann sie händeln“ Ausstrahlung. Und das Non-Plus-Ultra ist natürlich das IBM Design. Schwarz, schlicht, kantig. Ein Klassiker in 13.3 oder 14.1 Zoll, einfach zeitlos. Will man das noch etwas pimpen, fällt meine Wahl auf Sticker. Ein KDE- oder das Distro-Logo zeigen, dass man für etwas steht und Verfechter des „Guten“ ist.
P.S.: Mit dem Design kommt natürlich auch das Verlangen, das schicke Neue besitzen zu wollen. Ähnlich wie beim neunen Handy alle zwei Jahre wird sich wohl der Erneuerungszyklus bei Laptops verkürzen zu den 5 Jahre Zyklus bei PC.
P.P.S.: Ich frage mich schon seit einiger Zeit, wann das erste Laptop mit auswechselbarem Gehäuse erscheint. Damals noch, als man das beim Handy konnte, kauften liefen alle mit gepimpten Nokia und Siemens Handys herum.