KDE 4.1 und Gentoo …

By arlsair

… oder warum Gentoo alles richtig macht.

Es war einmal der 29. July 2008. Der Tag, an dem KDE 4.1 freigegeben wurde. Der Tag, an dem KDE 4.1 in einem Entwickler-Overlay für Kubuntu freigegeben wurde. Der Tag, an dem KDE 4.1 für Fedora 9 verfügbar wurde. Der Tag, an dem der BuildService für OpenSUSE ein KDE 4.1 herzauberte. Der Tag, an dem Gentoo entgültig versagte.

Nachdem Gentoo schon kurz vor der Auflösung stand (lediglich die offizielle Organisation im Hintergrund, mittlerweile alles wieder OK), nachdem es keine neuen Gentoo Release mehr gab (mittlerweile gibt es 2008.0), nachdem es Programm XY in seiner neuesten Version nicht im Portage Baum gab (mittlerweile bestimmt schon), ist doch jetzt das Fass mit KDE 4.1 übergelaufen. Schon KDE 4.0 – obwohl im Baum – war die ganze Zeit über fest maskiert; alle anderen Distros bieten es ganz normal an, teilweise sogar ausschließlich (KDE 4.0 ist nur eine Entwicklerversion und entsprechende Distros haben auch viel Schläge für ihre „Ich hab das Neueste“-Gier bekommen).

Und nun kein KDE 4.1. Es gibt zwar mittlerweile drei Overlays (kdesvn schon seit den Vorversionen von KDE 4.0), aber die benötigen irgendwelche komischen Paketmanager (kdesvn benötigt paludis, kde-testing benötigt >=portage-2.2_rc; weil es die Paketverwaltung vereinfacht; kde-portage ist mit dem alten Portage nutzbar). Außerdem mag ich keine Overlays (habe ich nie verstanden).

Ohne KDE 4.1 ist Gentoo am Ende. Wer will das dann noch (ausgenommen natürlich die GNOME, Xfce, Fluxbox etc. Nutzer und auch unsere KDE3 Nutzer; nicht alle wollen jetzt wechseln).

Und Schuld sind die Gentoo Entwickler: die arbeiten nicht (kürzlich hat das KDE Team viele seiner Entwickler verloren; außerdem sind das immer noch Freiwillige) und Entwickler interessieren sich eh nicht für uns User, Gentoo ist jetzt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft (weil sie KDE 4.1 in einem ultra geheimen Overlay entwickeln, bestimmt. P.S.: Was hast du heute schon für Gentoo getan?).

Sprich, es ist an der Zeit, eine neue Distro zu suchen (und damit auf den besten Paketmanager, aktuelle Kernelunterstützung, in weiten Teil aktuelle Software zu verzichten).

Wie man an den Kommentaren in Klammern sieht, ist es um Gentoo nicht so schlecht bestellt. Es fehlt bestimmt Manpower hier und dort, aber am Ende bleibt: mein Gentoo läuft schon seit Jahren. Gentoo hat halt seinen Status als Shooting-Star verloren (jetzt ist das Ubuntu), weshalb man jetzt nicht mehr über die Macken und Probleme hinwegsieht.

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