… und was das
Mein Zitat aus „Der perfekte Linux-PC„:
Ich träume – wie bestimmt so man anderer auch – schon seit einiger Zeit von einer neuen Computer-Ausstattung. Im Detail: Man kommt mit seinem Notebook (14”, mittlerweile Core 2 Duo, leicht, gute Akkuleistung, Bluetooth für externe Maus) nach Hause und legt es in die Docking-Station unterm Tisch. Ab dann übernimmt der digital angeschlossene 20” TFT, USB-Tastatur/-Mouse und die heimische Musikanlage. Bei Bedarf zum täglichen Backup wird dann noch kurz die externe Festplatte aktiviert.
Nun, 1. kostet so etwas eine Menge Geld (geschätzt 2000 €), welche ich nicht habe, 2. habe ich noch kein Notebook finden können, welches nicht irgendwelche Mängel hatte (schlechtes Display / Tastatur, kein Bluetooth etc.) und 3. hat X11 noch seine Probleme mit wechselnder Hardware-Peripherie (Xrandr soll aber darum erweitert werden).“
Nun … die Zeiten ändern sich. Die Einführung von Intel’s Santa-Rosa Plattform haben alle Notebook-Hersteller zum Anlass genommen, ihre Notebook-Reihen zu überarbeiten. Das habe ich zu würdigen gewusst und habe mich mal wieder umgesehen. Und bin fündig geworden: Dell’s Latitude D630 soll es sein.
Das D630 in meiner Konfiguration sieht so aus:
* 14.1 WXGA+ (1440 X 900)
* Core 2 Duo T7300 2,0 GHz FSB 800 Mhz, 4 MB L2-Cache
* Intel 965GM Chipsatz mit Intel GMA X3100 onboard Grafik
* 1024 MB 667MHz DDR2-SDRAM (1 x 1024MB)
* 80GB SATA Festplatte (5.400 U/Min)
* Intel 3945ABG WLan
* Dell 360 Bluetooth Card
* 9-Zellen Akku mit 85WHr
Desweiteren sind standardmäßig dabei:
* Robustes Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung (macht es etwas leichter, ist aber dennoch stabil)
* Multifunktionsschacht: Der DVD-Brenner lässt sich jederzeit entfernen und durch eine zweite Festplatte oder Akku ersetzen.
* Docking-Station Anschluss integriert
* Fingerabdruckscanner
* Smart-Card Leser
* 3 Jahre int. Vor-Ort-Service, Reaktion am nächsten Arbeitstag
Und das zu einem Preis von 1299,99 €.
Dazu ein paar Anmerkungen:
* Ich habe mich für eine 14.1 Zoll Notebook (anstatt eines 15.4 Zoll) entschieden, weil es leichter ist und das Display aufgrund der geringeren Bildschirmfläche weniger Strom zieht. Dennoch ist das 14.1 Zoll Display noch groß genug, um damit vernünftig zu arbeiten (13 Zoll und weniger sind mir zu wenig). Zu Hause werden ich eh einen externen Monitor anschließen.
* Der T7300 ist laut CPU-Benchmark sogar schneller als mein aktueller E6300. Der T7100(1,86 GHz) hätte mir auch voll gereicht, aber hat nur 2 MB L2-Cache. Da bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen.
* Der 965GM Chipsatz bringt an sich kaum Vorteile gegenüber den alten 945 Chipsatz. Aber zumindestens ist die onbard Grafik etwas schneller geworden. Witzig ist, dass der Chipsatz mehr Strom verbraucht als der alte, aber durch die verbesserten Stromspar-Mechanismen insgesamt wieder beim gleichen Wert landet.
* Ich verzichte auf ein neue Draft-N WLan Modul, da es noch Jahre dauern wird, bis die Verbreitung an entsprechenden Access-Points da ist und die bestehende Bandbreite für Surfen eh ausreicht. Außerdem kosten das Intel-Modul 119€ mehr bei Dell.
* Bluetooth ist in der Version 2.0+EDR vorhanden. Bei einem anderen Notebook von Dell stand sogar, dass man dort mit diesem Modul auch das kommende 2.1 untersützen wird (wahrscheinlich durch ein Software-Update), was mich hoffen lässt, dass es hier gehen wird.
* Laut aktuelle c’t verbraucht das D830 (der 15.4 Zoll Pedant) nur 13,5 Watt unter Windows Vista. Damit müsste dieses Notebook aufgrund des kleineren Displays bei 13 Watt und weniger liegen. Auch dürfen die kommenden erweiterten Stromsparmaßnahmen im Kernel diesen Wert noch weiter schrumpfen lassen. Bei dem 9-Zellen Akku mit 85 Whr ergibt sich so einen Idle-Aufzeit von über 6h. Rekordverdächtig! Und ich habe immer noch die Option einen zweiten Akku in den Multifunktionsschacht zu stecken.
* Da Dell die Docking-Station nie verändert hat für die Latitude-Serie, sind davon haufenweiße im Umlauf und es gibt sie bei Ebay daher spottbillig. Und diesen Monat soll Xorg 7.3 mit Hotplug-Unterstützung veröffentlicht werden.
* Der Fingerabdruckscanner soll der gleiche sein wie beim Thinkpad, wofür es einen passenden Treiber schon gibt. Mal sehen wie das wird.
* 3 Jahre Service ist weit mehr als alle anderen Hersteller ohne Aufpreis geben. Und der Dell-Service ist einer der Besten.
* Wenn man nicht gerade eine Angebot von Dell nutzt (gab es nicht, weil das Notebook noch zu neu ist), sollte man telefonisch bestellen. Dort lässt sich der Preis noch etwas drücken.
Auf der Treiberseite gibt es wahrscheinlich wieder ein paar Probleme, weil die Hardware noch zu neu ist. Wahrscheinlich wird 3D noch nicht rund laufen und der neue iwlwifi WLan-Treiber ist auch noch nicht ganz fertig. Aber das ist OK, die Zeit wird es bringen. Worüber ich keine Informationen finden konnte, ist, welche Hardware-Sensoren verbaut wurden.
Ansonsten habe ich mir noch Dell’s Linux Support angeguckt. Auch wenn dieses Notebook noch nicht offiziell unterstützt wird (und ich ein nutzloses Windows kaufen musste), so tut Dell doch so einiges, damit ihre Rechner auch unter Linux funktionieren. So kann man z.B. das Bios auch unter Linux aktualisieren. Cool.