Archiv für die Kategorie ‘Linux’

Updates …

August 10, 2009

… und warum neu auch gut sein kann.

Ich habe es hinbekommen,  aqbanking und qbankmanager mit Qt4 zu kompilieren. Das Endprodukt weist zwar massig kleinere Fehler in GUI auf, macht aber funktionell, was es soll. Und damit hat sich das letzte Programm verabschiedet, welches Qt3 brauchte.

KDE 4.3 ist da. Es ist schöner, schneller, besser und unter den 10000 geschlossenen Bugreports ist auch einer, der mich persönlich wurmte. Fehler ade.

Ich arbeite mich gerade in Blender ein, um das Gehäuse für meinen ersten Wohnzimmer-PC selber zu konstruieren. Leider gab es einen Fehler im Intel-Grafiktreiber, wodurch einen Menüs mehr angezeigt wurden. Genau dieser Fehler wurde vor einer Woche behoben und wird in die nächste Mesa-Version einfliesen. Ich habe natürlich schon eine verbesserte Version am Laufen.

Schließlich bin ich beim dritten Anlauf, OpenOffice mit KDE4-Unterstützung zu bauen. Gefühlt hat er schon die bisherigen Fehlerstellen ohne Probleme abgearbeitet. Mit OpenOffice im KDE4 Look&Feel zu arbeiten, wird um einiges angenehmer sein. Ein komisch aussehendes Toolkit auf dem Desktop weniger.

Insgesamt eine gute Woche. Solche Updates mag ich.

KDE 4.1 und Gentoo …

September 25, 2008

… oder warum Gentoo alles richtig macht.

Es war einmal der 29. July 2008. Der Tag, an dem KDE 4.1 freigegeben wurde. Der Tag, an dem KDE 4.1 in einem Entwickler-Overlay für Kubuntu freigegeben wurde. Der Tag, an dem KDE 4.1 für Fedora 9 verfügbar wurde. Der Tag, an dem der BuildService für OpenSUSE ein KDE 4.1 herzauberte. Der Tag, an dem Gentoo entgültig versagte.

Nachdem Gentoo schon kurz vor der Auflösung stand (lediglich die offizielle Organisation im Hintergrund, mittlerweile alles wieder OK), nachdem es keine neuen Gentoo Release mehr gab (mittlerweile gibt es 2008.0), nachdem es Programm XY in seiner neuesten Version nicht im Portage Baum gab (mittlerweile bestimmt schon), ist doch jetzt das Fass mit KDE 4.1 übergelaufen. Schon KDE 4.0 – obwohl im Baum – war die ganze Zeit über fest maskiert; alle anderen Distros bieten es ganz normal an, teilweise sogar ausschließlich (KDE 4.0 ist nur eine Entwicklerversion und entsprechende Distros haben auch viel Schläge für ihre „Ich hab das Neueste“-Gier bekommen).

Und nun kein KDE 4.1. Es gibt zwar mittlerweile drei Overlays (kdesvn schon seit den Vorversionen von KDE 4.0), aber die benötigen irgendwelche komischen Paketmanager (kdesvn benötigt paludis, kde-testing benötigt >=portage-2.2_rc; weil es die Paketverwaltung vereinfacht; kde-portage ist mit dem alten Portage nutzbar). Außerdem mag ich keine Overlays (habe ich nie verstanden).

Ohne KDE 4.1 ist Gentoo am Ende. Wer will das dann noch (ausgenommen natürlich die GNOME, Xfce, Fluxbox etc. Nutzer und auch unsere KDE3 Nutzer; nicht alle wollen jetzt wechseln).

Und Schuld sind die Gentoo Entwickler: die arbeiten nicht (kürzlich hat das KDE Team viele seiner Entwickler verloren; außerdem sind das immer noch Freiwillige) und Entwickler interessieren sich eh nicht für uns User, Gentoo ist jetzt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft (weil sie KDE 4.1 in einem ultra geheimen Overlay entwickeln, bestimmt. P.S.: Was hast du heute schon für Gentoo getan?).

Sprich, es ist an der Zeit, eine neue Distro zu suchen (und damit auf den besten Paketmanager, aktuelle Kernelunterstützung, in weiten Teil aktuelle Software zu verzichten).

Wie man an den Kommentaren in Klammern sieht, ist es um Gentoo nicht so schlecht bestellt. Es fehlt bestimmt Manpower hier und dort, aber am Ende bleibt: mein Gentoo läuft schon seit Jahren. Gentoo hat halt seinen Status als Shooting-Star verloren (jetzt ist das Ubuntu), weshalb man jetzt nicht mehr über die Macken und Probleme hinwegsieht.

Wir haben einen Gewinner …

September 18, 2008

… oder warum es einen neuen Gentoo Nutzer gibt.

Pünktlich mit dem Erscheinen von KDE 4.1 haben ich auf den Rechner meiner Mutter Kubuntu 8.04 installiert und dann KDE 4.1 hinterhergeschoben. Die KDE 4.1 Pakete für 8.04 werden von einem Team aus Kubuntu Entwicklern bereitgestellt (PPAs, Overlays, Repositorien sind wohl die beste Innovation in der Paketverwaltung). Ging auch alles gut, allerdings ist der Zeitaufwand zur Installation  (ca. 1 Stunde) im Vergleich zum Konfigurieren und Anpassen wirklich zu vernachlässigen. Ich habe natürlich nur die offensichtlichten Dinge getan, so dass ich meiner Mutter in der Anfangszeit ständig ausfehlen musste, die Dinge nach ihrem Geschmack einzustellen.

Das größte Problem war die Schriftgröße. Von Anfang an, bemängelte sie, dass die Schrift zu klein sei. Also änderte ich die Schriftgröße in den Systemsettings. Dann sah so manches vielleicht etwas klobig aus (der Dejavu Schriftsatz sieht im Vergleich zu Arial bei größeren Schriften ziemlich fett aus; ich sollte wohl mal die Antialiasing Einstellungen checken), aber war sehr gut zu lesen. Bis auf Firefox. Da dies ein GTK-Programm ist, haben die KDE Einstellungen keinen Einfluss. Auftritt von gtk-engines-qt, welches aber auch so maches GUI-Widget im Browserfenster anpasst (so sind die Radio Buttons bei Google unterhalb des Eingabefelder grau auf weißem Hintergrund). Auch wollten die Firefox-Einstellungen zur Schriftgröße zuerst nicht so, wie ich wollte (später habe ich es dann hinbekommen). Deshalb habe ich meiner Mutter dann den Konqueror als Browser untergejubelt. Was sie ziemlich verwirrte, da sie nicht weiß, was ein Browser ist. Sie kennt nur das Internet. Schließlich war der korrekt eingestellte Firefox nicht zu gebrauchen, da das aufwendige Layout z.B. bei Reisebuchungsseiten wenig tolerant sind bezüglich der Schriftgröße. Der Text wird dann einfach abgeschnitten, verdeckt andere Elemente oder zerreist einfach das Layout, so dass wir die Schriftgröße wieder etwas herunterdrehen mussten (beim Firefox sieht es dann noch erträglicher aus, als beim Konqueror).

Übrigens war meine Mutter der Meinung, dass die Schrift bei Windows größer sei, weshalb die ganze Schriftproblematik zu Lasten von Linux ging. Als wir später dann mal das weiterhin parallel installiert Windows starteten, stellte sie fest, dass dem natürlich nicht so war.

Den Schlußpunkt setzte dann der nichtfunktionierende Drucker. Ich hatte bewusst den alten Lexmark GDI-Drucker (kein Treiber) durch einen HP LaserJet (diverse Treiber) ersetzt, allerdings sorgte ein Fehler in QT 4.4.0 dafür, dass keine QT / KDE Anwendung drucken konnte. Ein Update auf QT 4.4.1 behob bei mir (Gentoo) das Problem, aber auf der Kubuntu Seite tat sich nichts (ich habe allerdings auch nicht die Entwickler auf ein Update drauf angesprochen).

Da ich von Gentoo wusste, dass es das Problem behebt, und da ich auch von der Performance unter Kubuntu nicht so begeistert war (wie zu erwarten, hat ist Gentoo nicht allzu schneller; ein Sempron 2800 ist eben nicht mein Core2 Duo T7300), habe ich damit begonnen Gentoo zu installieren. Im Vergleich zu der 1 Stunde Installationszeit von Kubuntu war die Installationszeit von Gentoo mit mehren Tagen eine Ewigkeit (natürlich lief die Installation nur nebenbei und hat nur einen Bruchteil davon an meiner Zeit verbraucht). Neben dem Drucken ist es unter Gentoo auch einfacher, die ISDN Karte zum Laufen zu bringen.

Abschließend gibt es noch Probleme mit Windows Spielen. Meine Mutter versucht sich gerade an Bridge, wofür ich bisher noch kein Linux Spiel gefunden habe. Also muss Wine herhalten. Das eine Spiel lässt sich nicht installieren, aber spielen (ich brauchte nur die Daten von Windows zu kopieren). Allerdings werden Sonderzeichen (wie die Symbole für Kreuz, Herz etc.) nicht korrekt angezeigt. Das zeite Spiel lässt sich leider auch nicht installieren, so dass meine Mutter dafür Windows starten muss.

Insgesamt ist der Umstieg nicht besonders glatt verlaufen. Viele Kleinigkeiten verhageln die ansonsten – im Vergleich zu Windows – gute Benutzerfreundlichkeit. Allerdings gibt es auch ein paar Sonnenseiten: Kontact kommt gut an und meine Mutter hat damit begonnen, ihr Addressbuch zu aktualisieren und nutzt nun auch Funktionen wie Geburtstagserinnerungen.

Fazit: Meine Mutter bleibt bei Linux, allerdings kommt sie im Prinzip mit Linux ebenso wenig zurecht wie mit Windows, weil sie Bedienkonzepte im Allgemeinen nicht verstanden hat. Nur die Handvoll Programme, die sie nutzt, kann sie bedienen. Und die auch nur zum Teil. Alles andere muss ich ihr zeigen (häufig immer wieder) und die Administration ist eh meine Sache (hier hat Linux für mich allerdings Pluspunkte zu bieten).

Alles einsteigen …

Juni 27, 2008

… oder wie sich (K)ubuntu als „die“ Einstiegsdistro schlägt.

Nach Fedora 9 war diesmal Kubuntu 8.04 KDE4 remix an der Reihe. Und damit komme wir gleich zur Sache:
* Schlecht: Die Sprachauswahl in Grub bei der KDE4 Remix CD war irgendwie fehlerhaft. Das meiste blieb auf Englisch. Später habe ich nochmal die Ubuntu LiveCD genutzt und da hat es funktioniert.
* Schlecht: Kubuntu hat ein paar Erweiterungen zur Systemverwaltung für Systemsettings geschrieben. Leider gab es diesen bei KDE4 Remix nicht mehr.
* Gut: Alle KDE-Programme sind einzelne Pakete, so dass man nicht benötigte auch entfernen kann.
* Gut: Die Paketverwaltung via Adept gefällt mir im Prinzip, auch wenn dann doch wieder zuviele Optionen zur Auswahl stehen. Da könnte man so manche Suchoption erstmal verstecken.
* Gut: KNetworkmanager wird verwendet, da noch der alte Networkmanager 0.6.5 verwendet wird. Man hat zwar weniger Funktionen (die ich eh nicht brauche), aber dafür hat man nicht so einen Gnome-Fremdkörper.

Kubuntu selber hat nur wenige Entwickler, dafür eine gut funktionierende Community. Und wiki.ubuntuusers.de ist ein geniales Wiki. Es ist sehr gut gemacht, dass die Artikel am Anfang immer die Ubuntu Version anzeigen und auch benötigte Fertigkeiten aufzählen.

P.S.: Obwohl meine Mutter schon angedeutet hat, dass sie auch jetzt schon auf Linux umsteigen kann, werde ich noch das Release von KDE 4.1 abwarten. So braucht sie sich nur einmal an eine geänderte Benutzeroberfläche zu gewöhnen.

Next: OpenSUSE 11

My lucky day: reloaded …

Juni 15, 2008

… oder warum Open Source rockt.

Wie eingangs schon beschrieben, will ich den TV-Out an der Docking-Station von meinem Dell Latitude D630 nutzen. Bei meiner Suche bin ich auf den Bug 14000 gestoßen, wo andere User mit einem GM965 Chipsatz das gleiche Problem hatten. Leider hat sich von Entwicklerseite nicht viel getan, so dass der Bug lange offen blieb.

Aber – Open Source sei Dank – waren ein paar fähige User dabei, die schlußendlich das Problem selber gelöst haben. Seit xf86-video-intel-2.3.1 ist dieser Bug Geschichte und mein TV-Out läuft nun „out of the box“. Na ja, fast, ich musste Xorg noch mitteilen, dass mein Fernseher PAL bevorzugt beherrscht (siehe Gentoo Wiki).

My lucky Day …

Februar 10, 2008

… oder warum ist er heute schon vorbei ?

Ich werde demnächst wieder umziehen. Und dort gibt es fürs Fernsehen einen digitaler Satellitenschluss. Coole Sache, da ich dann endlich in den Genuss von Dolby Digital kommen kann und digitaler Satellit eh das beste Bild liefert. Allerdings braucht man dafür ja einen Receiver und so kam ich (mal wieder) auf die Idee, mir einen All-in-one HTPC/Server zu bauchen. Allerdings kostet das alles 500€ und das Geld habe ich nicht (höchstens mit einem Minuszeichen davor ;-) . Also werde ich mich wohl mit meinem TV-Out am Notebook begnügen müssen, was ich gestern dann auch zum Laufen bringen wollte.

Und siehe da, nach einigen Herumspielen mit den Einstellungen und einem aktualisierten SVN Treiber, hat es dann endlich geklappt. Auf meinem Fernseher tauchte ein Schwarzweiß-Bild von einem Teil meines Bildschirmes auf. Nach einigem Suchen kam ich dahinter, dass das Schwarzweiß-Bild von NTSC kommt (ich brauche PAL). Mit:

xrandr –output TV –set TV_FORMAT PAL; xrandr –output TV –mode 1024×768

stellt man den TV-Standard auf PAL um. Und das ich nur einen Bildauschnitt sah, macht auch Sinn, da das Bild ja nur geklont wird, mein Bildschirm aber 1440×900 Pixel anzeigt im Gegensatz zu 1024×768 Pixel beim Fernseher. Stellt man den Notebook-Bildschirm auch auf 1024×768 Pixel, so sieht man auf dem Fernseher auch den ganzen Bildausschnitt. Super, und die Farben sahen auch satter aus.

Allerdings ist heute heute und nicht gestern und deswegen funktioniert die ganze Sache wieder nicht. Ich habe im Freedesktop Bugzilla einen Bug gefunden, der ganz gut passt: Link . Wer mehr weiß, bitte melden.

Alles startklar …

Oktober 18, 2007

… oder welches Startmenü ich mir wünsche.

Vor ein paar Tagen war der Startschuß für MacOSX Leopard. Also habe ich mir mal die Neuheiten beim „Benutzerfreundlichkeits“-Topreiter angesehen. Interessant fand ich etwas unter den Desktop Verbesserungen: ein vermeintlich neuartiges Startmenü, dass einfach alle Programme als Icons in einem nahezu Bildschirm-großem halbtransparenten Fenster einblendet.

Es stellte sich heraus, dass das etwas anderes war, eine solche Idee würde ich aber erstklassig finden. Anstatt sich in einem Startmenü durchzuklicken, zeigt man einfach alles an, so dass dann ein Klick ausreicht. Für die Übersichtlichkeit sind die Icons entsprechend ihren Kategorien sortiert. Falls man zuviele Programme hat, werden weniger häufig genutzte Programme (diese Technik wird man bei KDE4 beim Raptor Startmenü sehen) mit kleineren Icons dargestellt, um Platz zu sparen. Auch kann das Startmenü-Fenster ausreichend groß gewählt werden, was zwar den Zugriff auf den Desktop oder Programme behindert, aber OK ist, da man bei der Nutzung des Startmenüs eh keine anderen Sachen macht. Und durch ein halbtransparentes Fenster kann man immer noch z.B. eine Anleitung in einem Browser-Fenster verfolgen. Auch andere Teile eines Startmenüs wie eine Favoritenliste kann als weitere Kategorien in dieses Modell einpflegen, können IMHO aber auch gleich ganz weggelassen werden, da z.B. die Favoritenliste in die Schnellstartleiste oder als Widget (z.B. mittels Plasma) auf den Desktop wandern sollte.

Und dann kam die Erinnerung: solch ein Startmenü gibt es sogar schon. Der „Anwendungs-Browser“ vom SUSE Linux Enterprise Desktop:

Dieses ist allerdings nicht so hübsch, ist nur Teil eines übergeordneten klassischen Starmenüs und basiert auf GNOME.

Solch ein Startmenü wird bestimmt nicht alle Leute begeistern (man will ja nicht die frisch bekehrten Windows-Jünger verschrecken), muss es aber auch nicht, da man sich – zumindestens bei KDE – die Start-/Fensterleiste nach Belieben zusammenstellen kann.

Das perfekte Notebook: Reloaded …

Oktober 5, 2007

… oder was das D630 wirklich leistet.

Kaum habe ich das Notebook nicht bekommen, kaum habe ich darüber geschrieben, kaum hat heise.de das Thema aufgegriffen, schon wurde es doch geliefert. Auf einmal ging alles ganz schnell. Seit Montag halte ich es in den Händen.

Der Wechsel von meinem Desktop-PC aufs Notebook war nicht ganz so geradlinig („straight forward“ hört sich irgendwie besser an), wie ich es mir dachte, obwohl ich außer dem Kernel nichts neukompilieren musste (beide haben ein Core 2 Duo). Aber vor allem die X Konfiguration machte und macht mir Kopfschmerzen. Die Einstellungen fürs Display und den externen Monitor an einer Docking-Station läuft mittlerweile richtig gut (xrandr ist super), aber die Konfiguration der Eingabegeräte ist einfach nur Mist. Der Xorg Server 1.4 (aka 7.3) soll ja jetzt Hotplugging unterstützen, aber das läuft nicht rund und meine Konfiguration misachtet er komplett. Beim Anschließen meiner externen Tastatur startet er erst gar nicht.

Ansonsten geht aber alles ganz gut, es gibt aber eine ganze Reihe von kleinen, aber aufwendigen Tätigkeiten, die ich noch machen muss. So muss ich das Powermanagment noch einrichten, Skripte für den Übergang von Docking-Station auf Mobil-Modus schreiben und die Funktionstasten mit Befehlen belegen. Aber wird die Zeit bringen.

Im Gentoo Wiki gibt es jetzt natürlich auch ein Anleitung zum Notebook plus weiterer neuen Anleitungen zu den einzelnen Hardware Komponenten.

Ingesamt lässt sich sagen, dass das Notebook schon top ist. Sehr gut verarbeitet, schnell etc pp. Allenfalls die Lautstärke ist lauter als gedacht (man hört die Festplatte und der Lüft springt noch zu häufig an), was aber mit einem optimierten Powermanagment bestimmt besser wird. Für Linux ist es auf jeden Fall geeignet, aber die Einrichtung erfordert schon viel Wissen (so braucht man z.B. die Release Candidats von „hal“ und ALSA) und Zeit. Auch aktuelle und jetzt kommende Distributionen werden weiterhin ihre Probleme haben (nur Fedora 8 wird ein ausreichend aktuelles „Hal“ haben, ALSA ist bei allen nicht aktuell genug, da es erst im Kernel 2.6.24 den notwendigen Versionssprung macht). Enttäuscht bin ich aber auf jeden Fall von Xorg 7.3.

P.S.: Ich hatte auch schon meinen ersten Service-Fall. Das Notebook kam ohne Fingerabdruckscanner (war ein Fehler meiner Verkäuferin). Aber nach einem Anruf bei der Hotline (Festnetznummer) wurde mir eine komplett neue Abdeckung (die Oberseite vom Unterbau, wo die Tastatur drinliegt) zugeschickt und heute von einem Techniker ausgewechselt. Das alte Teil hat er mir dagelassen, was ich wohl irgendwann bei Ebay verticken werde. Fazit: Bestnote.

Die 6-Monate-Lücke …

September 14, 2007

… oder warum aktuelle Hardware und Linux-Kompabilität unvereinbar sind.

Es ist wieder Zeit: der alte Rechner hat ausgedient und ein neuer, schnellerer Rechner muss her. Gesagt, getan. Nach dem Aufbau wird gleich das vorinstallierte Windows Vista ausgetestet. Nett, aber irgendwie doch nur Windows. Außerdem findet man so manche kleine Gewohnheit so nicht wieder und außerdem füllt sich der neue Rechner nicht wirklich schneller an.

Auftritt: Der nette Linux-Freund von nebenan. Er erklärt, dass Windows Vista hohe Systemanforderungen hat (und der Rechner deswegen so langsam ist) und dass viel unter der Haube gemacht wurde (und man deshalb Sachen jetzt woanders findet). Da man das System und die Programme eh alle neu einrichten muss, kommt die Idee auf, das jetzt die richtige Zeit wäre, um mal Linux auszuprobieren. Auch hier: Gesagt, getan.

Allerdings fällt auch Linux durch. Das letzte Ubuntu Linux (oder OpenSUSE / Fedora etc.) kam vor 4 Monaten heraus und der eingesetzte Kernel ist sogar 5 Monate alt. Da der neue Rechner aber auch mit neuester Hardware ausgestattet ist, erkennt die LiveCD den verbauten IDE-Controller nicht und bricht daher den Bootvorgang ab. Aus, Schluss, Pustekuche der Traum von der Linux-Welt. Und da Ubuntu, OpenSUSE, Fedora und wie sie alle heißen, ihren Release-Zyklus scheinbar aufeinander abgestimmt haben, hilft hier auch keine andere Distribution aus. Auch wenn der aktuelle Kernel schon die Hardware unterstützt – und das tut er immer häufiger – nützt das dem Anwender nicht, solange die Distributionen nicht auch den aktuellen Kernel nutzen. Und die haben eine bis zu 6 monatige Lücke = 2 Kernelversionen. Meistens kann man zwar – ist das System einmal installiert – den Kernel auf die notwendige Version aktualisieren, aber der Weg dorthin mittels offizieller LiveCD ist steinig (hier hilft ein Blick ins entsprechende Wiki oder der Linux-Freund von nebean) bis nicht gehbar und der wichtige erste Eindruck ist auf jeden Fall dahin.

Eine Lösung des Problemes hat nun Dell gezeigt, indem sie die offizielle LiveCD von Ubunutu um die nötige neue Software aktualisiert haben. Zwar bieten sie keinen offiziellen Support dafür an, aber im Fall der Fälle (der mit solch einer speziell angepassten LiveCD nicht passieren sollte) hilft man sich im Forum aus.
Aber auch das ist nur eine notdürftige Lösung, da wohl niemand alle populären Distributionen unterstützen und deren LiveCDs remastern wird.

Mal sehen, was die Zukunft bringt. Im Moment wird man wohl im Zeitraum zwischen den Releases zu irgendwelchen halb offiziellen LiveCDs greifen.

P.S.: Windows würde in solch einer Situation ebenso versagen. Ja sogar noch schlechter abschneiden, weil Windows nur alle 3-6 Jahre aktualisiert wird. Da es aber immer vorinstalliert ist, fällt es nur nicht auf.

Bescheidenheit …

September 7, 2007

… oder woran erkennt man das coolste Notebook „in town“.

Wenn man ein Dell Latitude D630 besitzen wird und wenn man dieses unter Linux laufen lassen wird, so wird man sich in Bescheidenheit üben müssen. Man wird sich nämlich nicht mit den Jungs – die anderen mit  Notebooks – vernünftig unterhalten können. Man wird sich nicht mit über Windows Vista beschweren können, weil das so langsam ist; man wird sich nicht mit über Hardwareprobleme beschweren können, weil Dell seine Notebooks 13000 Stunden lang testet; man wird sich nicht mit neidisch über den neuesten Desktop-Effekt vom MacBook-User gegenüber unterhalten können, weil man den – und 50 weitere – selber schon hat. Das werden einsame Zeiten.

Um aber dennoch etwas Beachtung genießen zu können, habe ich mir für mein kommendes Notebook einen fetten Sticker für die Fronthaube gekauft.